Engelbrecht nimmt Auszeit

Stürmer widmet sich mit Unterstützung von RWE seiner Trainerausbildung.

Daniel Engelbrecht nimmt eine Auszeit vom aktiven Fußball. (Foto: Endberg)

RWE-Neuzugang Daniel Engelbrecht nimmt eine vorläufige Auszeit vom Fußball. Damit folgt der 26-Jährige den Empfehlungen seiner Ärzte, welche die Herzprobleme des Stürmers in den vergangenen Monaten intensiv untersucht hatten. Engelbrecht konzentriert sich nun vorläufig auf seine Trainerausbildung.

Mit großen Ambitionen war der zweitligaerfahrene Mittelstürmer im Sommer aus Steinbach nach Essen gewechselt. Trotz bestandenem Medizincheck und guten Werten im Leistungstest musste Engelbrecht sein erstes Training im rot-weissen Dress jedoch frühzeitig beenden. Aufgrund von Herzrhythmusstörungen hatte sein implantierter Defibrillator während eines Trainingsspiels ausgelöst. Seitdem ließ sich der gebürtige Kölner von verschiedenen Spezialisten untersuchen und erhielt vor wenigen Tagen die Ergebnisse. „Mir wurde mitgeteilt, dass kurzfristig nicht an eine Rückkehr auf den Platz zu denken ist“, so Engelbrecht. Ein Schock für den Stürmer, der sich in der Saison 2013/2014 nach verschiedenen Operationen und schließlich dank eines implantierten Defibrillators auf beeindruckende Art und Weise zurück auf den Platz kämpfte. Seitdem spielte und trainierte Engelbrecht nahezu beschwerdefrei und machte durch gute Leistungen bei den Stuttgarter Kickers, Alemannia Aachen und der TSV Steinbach auf sich aufmerksam.

„Uns tut es in erster Linie einfach extrem Leid für Daniel. Er ist ein Kämpfer und hat es geschafft, nach einem heftigen Rückschlag im Jahr 2013 wieder auf dem Platz stehen und Leistungssport betreiben zu können. Nach diesem erneuten Rückschlag muss es aber jetzt um seine Gesundheit gehen und dafür ist es unumgänglich, dass er die Fußballschuhe ruhen lässt“, erklärt Jürgen Lucas, Direktor Sport Senioren von Rot-Weiss Essen, der ergänzt: „Daniel ist einer von uns, daher werden wir ihm als Verein in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zur Seite stehen.“

Seine Erfahrung aus einem Zweitliga-, 38 Drittliga- und 45 Regionalligaspielen gibt Engelbrecht in Zukunft vorläufig an die nächste Generation weiter. So widmet er sich nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des Traditionsvereins von der Hafenstraße seiner Trainerausbildung. „RWE hat mich bei allen Schritten unterstützt und dafür möchte ich mich bedanken“, so Engelbrecht weiter. Und auch seine Zukunft auf dem Rasen hat er noch nicht abgehakt: „Ich möchte es irgendwann noch einmal probieren.“