Zweite Halbzeit bringt den Heimsieg

RWE schlägt den Bonner SC mit 4:1.

Nullsieben Sekunden nach seiner Einwechselung traf Ayodele Adetula zum 4:1-Endstand. (Foto: Endberg)

Einen gelungenen Freitagabend erlebten die rund 11.009 Zuschauer im Stadion Essen – zumindest, sofern sie es mit RWE hielten. Durch Tore von Alexander Hahn (27.), Daniel Heber (50.), Hedon Selishta (76.) und Ayodele Adetula (87.) gewannen die Essener mit 4:1 gegen den Bonner SC. Dario Schumacher (30.) hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste getroffen. „Gerade in der ersten Halbzeit haben es uns die Bonner nicht leicht gemacht und sind uns aggressiv angelaufen. Nach der Pause haben wir dann mehr Räume gehabt und waren besser im Spiel“, so Chef-Trainer Christian Titz nach dem Spiel.

Im Vergleich zur Vorwoche verzichtete das rot-weisse Trainerteam auf Änderungen in der Startelf. So fungierte der zweikampfstarke Kehl-Gomez erneut als Abräumer vor Heber und Hahn, die nach einer ersten kleinen Unstimmigkeit nach Anpfiff (1.) eine ruhige Anfangsphase erlebten. Auf der Gegenseite war da schon mehr Betrieb. Condé durfte sich früh im Spiel per Kopf versuchen, brachte nach schönem Spielzug jedoch zu wenig Druck hinter den Ball. Wenig später hob Endres zum Seitfallzieher ab (11.), verfehlte das Tor jedoch ebenso wie Kefkir (18. und 24.). Doch dann war es so weit: Nach einer Freistoßhereingabe von Grund flog der Ball in Reichweite von Hahn, der die Kugel mit vollem Risiko zur verdienten Führung in die Maschen grätschte. Doch als die Jubelschreie noch nicht ganz verklungen waren, ertönte plötzlich ein schmerzhafter Pfiff. Schiedsrichter Schuh bewertete einen Zweikampf im Essener Strafraum als regelwidrig und deutete auf den Punkt. Schumacher (30.) ließ sich diese Chancen nicht entgehen und verwertete den Strafstoß zum Ausgleich, der auch der Halbzeitstand sein sollte.

Im zweiten Durchgang übernahm RWE dann noch offensichtlicher die Spielkontrolle und belohnte sich zeitnah nach Wiederanpfiff. Heber sprang nach einer Hereingabe am höchsten und köpfte zum 2:1 ein (50.). Mit fortlaufender Spielzeit ergaben sich für die Rot-Weissen mehr Räume in der Offensive und damit auch mehr Chancen. Der zur Pause eingewechselte Selishta scheiterte zunächst noch am Pfosten (74.), ließ sich seine zweite Gelegenheit jedoch nicht entgehen. Allein vor Torwart Benz vollendete der Stürmer per Lupfer in bester Torjägermanier zum 3:1 (77.). Und wer zu diesem Zeitpunkt noch Zweifel am rot-weissen Heimerfolg hatte, der durfte sich dieser kurz darauf vollständig entledigen. Nullsieben Sekunden nach seiner Einwechselung erzielte Adetula den 4:1-Endstand (87.).