"Wollen gestärkt aus dieser Phase hervorgehen"

Oguzhan Kefkir über den Start der rot-weissen Trainingswoche.

"Ötzi" Kefkir bei der Arbeit. Am Montag malochten die Rot-Weissen nicht nur auf dem Fußballplatz.

Wut und Frust über zuletzt drei Niederlagen in Folge mussten einfach mal raus. Eine Stunde droschen die Rot-Weissen am Montag - nach vorheriger 90-minütiger Einheit auf dem Rasen – auf Pratzen ein und versuchten sich in einer Art Ringkampf. Eine extrem anstrengende aber auch befreiende Einheit für die Jungs, fand auch Oguzhan Kefkir. Wie seine Mannschaftskollegen will die rot-weisse Nummer 38 mit aller Macht wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Hallo Ötzi! Wie ist die Stimmung bei euch nach den letzten Spielen?


OK: Nach drei Niederlagen ist man immer frustriert, besonders da die Spiele komplett unnötig verloren wurden. Wir alle wollen gewinnen, deswegen arbeiten wir sehr hart, um aus dem Tief wieder ein Hoch zu machen. Wir wissen, dass wir viel besser spielen können als zuletzt. Dafür müssen wir uns einfach wieder auf unsere Stärken besinnen. Dann bin ich zuversichtlich, dass auch bald wieder ein Hoch kommen wird.

Wie war es für euch als Mannschaft nach dem Spiel? War alles wie immer?

OK: Klar war es diesmal anders. Es wurde auch ein bisschen lauter, was normal ist und auch mal sein muss, um uns Spieler wachzurütteln. Natürlich sind Niederlagen bitter, aber ich nehme die ganze Situation nicht nur negativ auf. So eine Phase kann der Mannschaft auch helfen, zusammenzuwachsen und Rückschläge besser wegzustecken. Wir haben die Qualität in der Mannschaft, um aus dieser Phase gestärkt hervorzugehen.

Ihr habt jetzt nach dem Spiel gegen Fortuna Köln weniger niedergeschlagen, sondern eher wütend gewirkt. Inwiefern kann diese Energie jetzt hilfreich sein für die anstehenden Aufgaben?


OK: Im Training merkt man aktuell, dass wir uns noch mehr reinhauen, keiner aufgibt und alle hochmotiviert sind. Wichtig ist, diese Negativserie nicht zu vergessen und auf dem Platz eine Antwort zu zeigen, damit wir uns wieder wie in den ersten Wochen fühlen können.

Nach anderthalb Stunden auf dem Rasen glich der zweite Teil der Trainingseinheit am Montag eher einem Boxtraining. Viel Kraft, Ausdauer und Willensschulung war dabei. Hilft so etwas dann auch, um mal ein bisschen Frust abzubauen?

OK: Das hat richtig gut getan. Man konnte alles rauslassen und es hat der Mannschaft viel Spaß gemacht. Aber das Training war auch extrem anstrengend. Danach waren wir alle platt, aber auch wieder klarer. Als hätte man sich die Seele freigeboxt und freigetreten.

Richten wir den Blick nach vorne: Bergisch Gladbach. Worauf wird es für euch als Mannschaft ankommen?


OK: Ich möchte grundsätzlich in jedem Spiel so auftreten, als wäre es mein allerletztes Spiel. Der Gegner ist dabei fast egal. Wir kommen in unserer Situation nicht auf die Idee, das Spiel leichtsinnig anzugehen. Wir wollen unbedingt wieder in dieses positive Gefühl der ersten Wochen kommen.