"Wir sorgen schon dafür, dass keine Urlaubsstimmung aufkommt"

Seit Samstag machen sich die Rot-Weissen in Belek fit für die Rückrunde. (Foto: RWE)

Im Rahmen der Wintervorbereitung absolvieren die Rot-Weissen aktuell ein Trainingslager im türkischen Belek. Chef-Trainer Jan Siewert im Interview über die Trainingsinhalte an der türkischen Riviera.

Hallo Jan! Am vergangenen Samstag ging es ins Trainingslager. Wie ergeht es euch hier in Belek?

JS: Die Rahmenbedingungen hier sind optimal. Die Plätze sind alle in einem Top-Zustand, die Hotelzimmer komfortabel. Aber keine Angst, wir sorgen schon dafür, dass keine Urlaubsstimmung aufkommt (lacht).

Worauf legt Ihr in der Vorbereitung besonderen Wert?

JS: Es gibt in einer Vorbereitung ja immer verschiedene Phasen. Wie in der vergangenen Woche steht auch in dieser Woche kompaktes Verteidigen im Vordergrund. Dazu gehört insbesondere auch die Zweikampfschulung. Wir schaffen im Training bewusst viele Eins-gegen-Eins-Situationen.

Wie darf man sich das Trainingspensum vorstellen?

JS: Wir trainieren zwei- bis dreimal täglich. Die erste Einheit beginnt um 10.00 Uhr, um 14.00 Uhr folgt meist Krafttraining und gegen Nachmittag absolvieren wir noch eine normale Einheit. Die Trainingsinhalte bestehen  aus Kraft- und Ausdauerübungen sowie Pass- und Spielformen, wobei die verschiedenen Bereiche häufig ineinander übergehen.  

Also nicht nur Laufschuhe und Medizinbälle?

JS: Nicht nur, aber auch.

Wie bist du bisher mit den Jungs zufrieden? Die Winterpause ist aufgrund der Festtage ja immer eine gefährliche Zeit für Fußballer…

JS: Die Jungs haben von uns ein paar Hausaufgaben mitbekommen, die sie allesamt gut erledigt haben. Zumindest zeigen das die Tests, die wir noch vor dem Trainingsstart am 2. und 3. Januar durchgeführt haben. Wenn es einen Festtagsbraten gab, haben die Jungs den im Urlaub abtrainiert.

Mit Wehen Wiesbaden und Qarabag Agdam warten in Belek noch zwei Tests gegen höherklassige Teams. Was erwartest du von deiner Mannschaft in diesen Spielen?

JS: Ich erwarte ganz einfach, dass die Jungs die Herausforderung annehmen und sich reinhauen. Das ist natürlich in einem Trainingslager umso schwieriger, daher geht es in gewisser Weise auch um Willensschulung. Sich durchbeißen, trotz schwerer Beine die Konzentration hochhalten und taktische Vorgaben umsetzen, darum wird es in den beiden Spielen gehen.