„Wir müssen vor dem Tor eiskalt sein“

RWE-Chef-Trainer Argirios Giannikis vor dem Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück.

RWE-Chef-Trainer Argirios Giannikis vor dem Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück. (Foto: Endberg)

Nach dem Restrundenauftakt in der letzten Woche, steht am kommenden Samstag für Rot-Weiss Essen das Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück auf dem Programm. Nach der Niederlage im Hinspiel, wollen es die Rot-Weissen dieses Mal besser machen. Ab 14.00 Uhr geht es im Jahnstadion Wiedenbrück um den Sieg. Vor der Partie nimmt RWE-Chef-Trainer Argirios „Agi“ Giannikis im Interview ausführlich Stellung.

Hallo „Agi“, wie sieht die Personalsituation vor dem Spiel gegen Wiedenbrück aus?

„Marcel Lenz hat eine Muskelverletzung und wird weiterhin ausfallen. Bisher konnte Timo Brauer diese Woche nicht mittrainieren, weil er Rückenprobleme hat. Timo Becker hat die letzten beiden Tage nicht mittrainiert auf Grund einer Sprunggelenksverletzung, die er sich am Freitag zugezogen hat. Roussel Ngankam befindet sich noch im Aufbautraining, wir erwarten ihn in der nächsten Woche wieder bei der Mannschaft.“

Werden Timo Brauer und Timo Becker für das Spiel eine Option sein?

„Die beiden konnten zwei Tage vor dem Spiel nicht mittrainieren, daher ist es noch nicht sicher, ob sie dabei sind. Man weiß nie, wie sie in das Training einsteigen werden und, ob die Beeinträchtigungen dann weg sind. Wir entscheiden am Freitag, ob es für sie reicht.“

Wie wollt ihr das Spiel angehen?

„Bevor wir uns um das Spiel am Wochenende gekümmert haben, mussten wir erstmal das Spiel gegen Bonn aufarbeiten. Das haben wir getan. Wir hatten ein Chancenplus und haben die Sachen gezeigt, die wir im Training erarbeitet haben. Für Wiedenbrück heißt das, dass wir effizienter und vor dem Tor eiskalter sein müssen. Die Phasen, die wir aktiv angehen müssen wir verlängern.“


Wie schwierig ist die Vorbereitung, wenn man noch nicht zu 100 Prozent sagen kann, ob gespielt wird?

„Das ist für uns kein Problem. Wir waren schon öfter in dieser Situation, vor allem im vergangenen November und Dezember. Wir können nur Sachen beeinflussen, die in unserer Hand liegen. Das sind die Leistung und das Training. Unsere Einheiten wurden erschwert durch die Platz- und Bodenverhältnisse. Das ist aber normal im Winter. Mental haben wir kein Problem. Wir wollen spielen und bereiten uns gut auf das Spiel vor. Ob es stattfindet, liegt nicht in unserer Hand.“
 
Was macht Wiedenbrück im Moment so gut, dass sie oben mitspielen können?

„Es ist eine aggressive Mannschaft, die ein sehr gutes Umschaltspiel hat und gut Fußball spielt. Sie haben das Ergebnis momentan auf ihrer Seite. In Aachen haben sie sich gut geschlagen und das Spiel hätte auch anders ausgehen können. Sie sind eine gefährliche Mannschaft, die eine gute Ballzirkulation pflegt und dynamisch und giftig ist.“


Schaust du in der Tabelle auch nach unten?

„Wir schauen auf unsere eigene Leistung. Das habe ich immer gesagt und werde ich weiterhin sagen. Nach zwei Niederlagen muss ich nicht auf die Tabelle gucken, das habe ich auch nach sieben Siegen nicht gemacht. Klar, das Ergebnis ist wichtig, aber in der Bewertung ist wichtig, wie wir gespielt haben und, wie wir es besser machen können. Ich hätte mir mehr Gedanken gemacht, wenn wir schlecht gespielt hätten.“