„Wir haben es unnötig spannend gemacht“

Die Stimmen zum Spiel gegen TuS Erndtebrück.

Der RWE holte elf Punkte aus den vergangenen fünf Spielen.

Karsten Neitzel (Chef-Trainer RWE): In der ersten Halbzeit hätten auch deutlich mehr Tore fallen können. Vor dem Kopfball von Platzek hatte unter anderem Nico Lucas zwei gute Chancen. Insgesamt hatten wir bestimmt sechs Hochkaräter. Ein Stück weit hätte ich mir von uns gern mehr Abgeklärtheit und einfachere Bälle erhofft, anstatt es mit riskanten Bällen unnötig spannend zu machen. Allerdings hat uns der Gegner auch sehr gut angelaufen und ist mit viel Tempo über die Seiten gekommen. In der Breite ist unser Kader nicht so groß aufgestellt, dass die englischen Wochen spurlos an uns vorbei gehen. So müssen wir uns bis Mittwoch regenerieren und schauen, dass wir die nächsten drei Punkte holen.

Florian Schnorrenberg (Chef-Trainer TuS Erndtebrück): Glückwunsch an Karsten und seine Mannschaft zu den drei Punkten. Wir wussten, dass RWE sehr mannorientiert Fußball spielt. Mit der ersten Halbzeit können wir sehr zufrieden sein. Wir haben uns drei gute Möglichkeiten rausgespielt, die wir hätten nutzen müssen. Auf die Saison gesehen ist diese Chancenverwertung unser Manko. Den großen Unterschied sah man heute in Person von Pröger und Platzek, die unglaublich schwer zu verteidigen sind. Im Hinblick auf die vielen vergangenen englischen Wochen bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft heute sehr zufrieden. Natürlich hätten wir dennoch gerne heute Punkte mitgenommen.

Benjamin Baier: Es war heute ein verdienter Sieg. Auf der einen Seite haben wir bestimmt die eine oder andere Chance zugelassen. Auf der anderen Seite haben wir uns selbst allerdings auch viele Möglichkeiten herausgespielt. Wir hätten den Sack eher zumachen können. Die kommenden zwei Spiele wollen wir jetzt noch gewinnen. Das sind wir auch den Fans schuldig, um gemeinsam mit ihnen im Pokal in Oberhausen erfolgreich sein zu können.

Boris Tomiak: Das Spiel hätten wir schon in der ersten Halbzeit für uns entscheiden können. Da wir das nicht geschafft haben, blieb es spannend. Mit jetzt insgesamt elf Punkten aus den letzten fünf spielen können wir durchaus zufrieden sein. Für mich persönlich war es ein schönes Gefühl wieder von Beginn an auf dem Platz zu stehen – vor allem zuhause. Ich wusste, dass, wenn man sich rankämpft, man auch wieder seine Chance bekommt und ich hoffe, dass ich die heute genutzt habe.