Unnötige Niederlage - RWE unterliegt Gladbacher Reserve mit 0:2

Die Schlussminuten waren die entscheidenden im Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und der Reserve von Borussia Mönchengladbach. Durch Tore in der 87. (Stang) und 90. (Sow) Minute mussten sich die Rot-Weissen geschlagen geben. "Über verdient und unverdient scheiden sich im Fußball ja bekanntlich die Geister. Am Ende zählen Tore und die haben wir in den 90 Minuten nicht gemacht. Gerade gegen einen Gegner wie Gladbach musst du deine Chancen einfach besser nutzen", so Chef-Trainer Sven Demandt im Anschluss an die 90 Partie.

Mit 0:2 mussten sich die Rot-Weissen der Borussia aus Mönchengladbach geschlagen geben. (Foto: Endberg)

Mit 0:2 mussten sich die Rot-Weissen der Borussia aus Mönchengladbach geschlagen geben. (Foto: Endberg)

RWE ging mit zwei Veränderungen in der Startelf ins Spiel gegen den Vize-Meister der vergangenen Regionalliga-Saison. Philipp Zeiger fehlte der rot-weissen Hintermannschaft aufgrund seiner Rotsperre ebenso wie Kevin Grund, den eine Knieverletzung außer Gefecht setzte. Vertreten wurden die Beiden gegen die ambitionierten Fohlen durch Richard Weber und Tolga Cokkosan.

Bei knapp 33 Grad im Schatten, zu dem das Spielfeld jedoch nicht zählte, gehörte die Anfangsphase klar den Gästen aus Mönchengladbach. RWE hingegen brauchte knapp 20 Minuten, um sich aus dem Druck der früh anlaufenden Fohlen zu befreien. Dann wurden die Rot-Weissen allerdings prompt gefährlich und verbuchten die erste Großchance des Spiels für sich: Eine lange Flanke von Huckle fand den einlaufenden Platzek, der den Ball im Fallen jedoch nicht mehr kontrollieren konnte und somit über das Tor setzte (20.). Nur fünf Minuten später dann endlich der rot-weisse Torschrei, der jedoch jäh von Schiedsrichter Dardenne's Pfiff erstickt wurde. Der Mann in Gelb hatte nach einem Freistoß von Benjamin Baier den köpfenden Marcel Platzek im Abseits gesehen (25.). Trotzdem blieben die Fohlen das überlegene Team und standen in Person von Yeboah kurz vor der Pausenführung. Der Stürmer der Borussia setzte den Ball alleine vor Niclas Heimann jedoch über das Tor.

Der zweite Durchgang wurde dann aber vom Traditionsverein von der Hafenstraße bestimmt. Vom Wiederanpfiff an erkannten die 6.107 Besucher nun ein strukturieres Spiel nach vorne, als noch vor dem Seitenwechsel. Die Chancen folgten prompt: Zunächst setzte Timo Brauer einen Kopfball knapp über die Querlatte (57.), bevor wiederum Brauer den Ball zwei Minuten später aus dem Gewühl mit dem Fuß auf das Gehäuse von Ex-RWEler Nicolas brachte, der parieren konnte (59.). RWE drückte weiter und erspielte sich in dieser Phase des Spiels Chance um Chance. Benjamin Baier traf mit seinem Freistoß aus spitzem Winkel nur den Pfosten (61.) und auch Frank Löning verfehlte das Tor nach schöner Kombination über Timo Brauer und Benjamin Baier nur knapp (62.).

Als sich alle eigentlich schon mit einer Punkteteilung abgefunden hatten dann der Schock für RWE: Schiedsrichter Dardenne entschied nach einem Zweikampf im RWE-Strafraum auf Strafstoß. Eine mindestens fragwürdige Entscheidung des Unparteiischen, die Fohlen-Kapitän Stang zum 0:1 nutzte (87.). Damit war das Spiel entschieden, lediglich die Höhe des Ergebnisses änderte sich noch: Sow erhöhte Sekunden vor dem Schlusspfiff noch auf 0:2 (90.).