Unentschieden in Verl

Intensive Partie in Ostwestfalen endet 1:1.

Lukas Scepanik bereitete die rot-weisse Führung durch ein energisches Solo vor. (Foto: Endberg)

Mit einem Unentschieden trennten sich Rot-Weiss Essen und der SC Verl am heutigen Freitag in der Sportclub Arena. In einer intensiven Partie konnten die Gastgeber die Führung durch Benjamin Baier (35.) im zweiten Durchgang durch Schallenberg (63.) ausgleichen. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und hätten auch schon in Führung gehen können. Dann wäre es sicherlich ein anderes Spiel geworden. Auf der anderen Seite hatten wir in der einen oder anderen Situation auch ein bisschen Glück, insofern geht das Unentschieden irgendwo auch in Ordnung“, so Chef-Trainer Karsten Neitzel nach der Partie.

Eine Vollsperrung der A2 führte zu einer 15minütigen Verspätung in der Sportclub Arena. Diejenigen, die es pünktlich zum Anpfiff schafften, erlebten eine gut aufgelegte Mannschaft aus Essen. Mit frühem Pressing zwang die Neitzel-Elf den Gegner zu Ballverlusten und kam so in gefährliche Räume. Benjamin Baier hatte dadurch gleich zweimal die Chance zur frühen Führung, setzte einen abgefangenen Ball von Torwart Brüseke aber knapp neben den Pfosten und zielte wenig später bei einem Distanzschuss nicht genau genug. Erst nach 20 Minuten schafften es die Verler, sich besser aus der rot-weissen Umklammerung zu lösen, was in der 26. Minute auch die bis dato beste Chance der Partie zur Folge hatte. Nach einer Balleroberung der Gastgeber setzte Maier den Ball aus kurzer Distanz nur an den Pfosten. Doch RWE ließ sich davon nicht beeindrucken, erst recht nicht Lukas Scepanik. Dieser bewies mit einem Solo durch das gesamte Mittelfeld des Sportclubs absolute Entschlossenheit und behielt, im Strafraum angekommen, zudem noch die Übersicht. Der besser postierte Benjamin Baier bekam den Ball serviert und jagte diesen kompromisslos in die Maschen (35.). Und der Capitano wollte gleich noch einen draufsetzen, verfehlte mit seinem Schlenzer unmittelbar nach dem Anstoß das Tor von Keeper Brüseke jedoch um Millimeter (36.). Auch wenn die Führung durchaus verdient war, mussten die Rot-Weissen vor der Pause noch einmal durchatmen, als Hammel einen Ball an den Pfosten setzte.

Der zweite Durchgang hatte dann weniger Torraumszenen zu bieten. Die Gastgeber drängten nach Wiederanpfiff auf den Ausgleich und erzielten diesen mit ihrer ersten Chance im zweiten Durchgang. Schallenberg stand im Gewühl nach einer Ecke richtig und musste den Ball nur noch über die Linie schieben (65.). Die Essener wurden im Offensivspiel nun etwas hektisch und schafften es so nicht mehr, das Verler Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Da jedoch auch die Ostwestfalen sich an der konzentrierten RWE-Defensive mit Ausnahme einer Kopfballchance durch Stöckner (75.) die Zähne ausbissen, blieb es bei einem letztendlich gerechten Unentschieden.