Unentschieden am Wiehen

RWE - SVR 1:1. Dramatische Schlussphase mündet in Punkteteilung.

Vieles probiert, dennoch kein zweiter Torerfolg. (Foto: Endberg)

Rot-Weiss Essen trennt sich mit 1:1 (1:0) vom SV Rödinghausen. In einem äußerst emotionalen Duell sorgt Daniel Heber für den Ausgleich, trotz rot-weisser Drangphase in den letzten Minuten bleibt es bei einer Punkteteilung. „Rödinghausen hat von Anfang an leidenschaftlich verteidigt, wir haben es dennoch gut gemacht. Wenn du durch so ein Ding, wie den Freistoß in Rückstand gerätst, macht es das natürlich nicht einfacher“, sagt RWE-Chef-Trainer.

Die längste Auswärtsfahrt des Fußballjahres – und das bei Regen und Schnee im April. Mit im Gepäck: Eine ordentliche Portion Selbstvertrauen aus dem 5:0-Kantersieg gegen den FC Schalke 04. Darum auch kein Grund für Neidhart, die Startelf zu tauschen, einzig Kehl-Gomez (zuletzt Gelbsperre) und Marcel Platzek (verletzt) rotieren auf die Bank. Ein besonderes Spiel auch für Knipser Engelmann, der besetzt erstmals seit 2017 wieder einen Platz in der Gästekabine am Wiehen.

Der Wolkenbruch macht den Platz schwer bespielbar, den ersten Akzent setzen die Rot-Weissen. Lewerenz tritt in aussichtsreicher Position nach Hildebrandt-Anspiel über den Ball (3.). In Führung gehen dennoch die Rödinghausener, Simakala verwandelt einen Freistoß aus etwas mehr als 20 Metern direkt (15.). Und drei Minuten später die nächste Schrecksekunde: Wieder Simakala, diesmal zieht er das Leder am Pfosten vorbei. Das Neidhart-Team aber die aktivere Mannschaft in Hälfte eins, kontrolliert den Ball. Hildebrandt kriegt nach 35 Minuten die dicke Gelegenheit per Kopf, nur zwei Minuten später setzt Engelmannn zu hoch an, als er eine Nachlässigkeit von SVR-Keeper Alexander Sebald nutzen will. Dennoch der Rückstand zur Pause! 

Dramatische Schlussphase
Frische Kraft aus der Kabine soll der Capitano bringen: Kehl-Gomez zur Halbzeit neu im Spiel. RWE ackert, probiert es nach vorn, die Gastgeber stehen aber kompakt - seine Direktabnahme platziert Grote zu zentral (50.). Wenn nicht aus dem Spiel, dann aber per Standard: Condé zieht einen Freistoß aus der Halblinken lang und Heber vollendet per Kopf zum Ausgleich (60.). Endlich! Doch die Rot-Weissen wollen mehr - Endspurt bei unangenehmen Temperaturen, auch der Regen setzt wieder ein. Mittlerweile Pronichev und Young in der Partie, sie sollen das Offensivspiel weiter beleben. Plötzlich beschweren sich die Rot-Weissen, der eingewechselte Schuster war wohl im Strafraum mit der Hand am Ball. Schiedsrichter Sewerin entscheidet aber zugunsten des SVR. Das gibt’s doch gar nicht, was für eine Dramatik! Auf der Gegenseite testet Simakala die Reflexe von Davari (73.), kurz drauf schiebt der grün gekleidete 19er freistehend am Gehäuse vorbei. Mittlerweile nur noch RWE am Drücker: Engelmann setzt das Leder von rechts knapp vorbei (85.), Pronichevs Schuss aus zweiter Reihe wird brandgefährlich (86.). Den anschließenden Eckball setzt Heber aus guter Position über das Netz. Und doch bleibt es am Ende beim 1:1. 

Weiter geht es für Essen nun schon in drei Tagen: Samstag empfängt das Team von Neidhart Bergisch Gladbach 09 an der Hafenstraße (14.00 Uhr).