U19: „Wollen sofort wieder hoch“

Nach 2:2 im Revierderby bei „Kleeblättern“ steht RWE-Abstieg auch rechnerisch fest.

Die U19 beginnt in der nächsten Saison mit der Mission Wiederaufstieg. (Foto: Gohl)

Nachdem bereits die erste Mannschaft im Revierderby bei Rot-Weiß Oberhausen (1:1) einen Punkt erkämpft hatte, blieb auch das U19-Duell zwischen den „Kleeblättern“ und RWE ohne Sieger. Durch das 2:2-Remis steht nun auch rechnerisch der Abstieg der Rot-Weissen aus der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga fest. Dabei war es auch nur ein schwacher Trost, dass selbst ein Sieg in Oberhausen nicht mehr gereicht hätte, um die letzte Chance auf den Klassenverbleib vor dem Saisonfinale am 11. Mai zu wahren.

„Es ist bitter“, sagt RWE-Trainer Damian Apfeld. „Aber wir müssen die Situation annehmen und werden wieder aufstehen.“ Dabei konnte der 33-jährige A-Lizenzinhaber seiner Mannschaft nach der Partie im Stadion Niederrhein kaum einen Vorwurf machen - von der Chancenverwertung einmal abgesehen. „Wir hatten Chancen für zwei Spiele, hätten unsere Führung noch vor der Pause zwingend ausbauen müssen.“

Nach dem 0:1-Rückstand sorgten Enes Bilgin (40.) mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck sowie Qlirim Gashi (45.), der nach schöner Vorarbeit von Yannick Debrah nur noch einschieben musste, für die 2:1-Halbzeitführung. „Während der zweiten Halbzeit haben die Jungs dann den Zwischenstand aus Münster erfahren und wussten, dass der Klassenverbleib nicht mehr zu schaffen ist.“ Durch den 4:0-Heimsieg der Münsteraner gegen den VfL Bochum brachten sich die „Adlerträger“ in Sicherheit.

„Wir haben den Abstieg aber nicht in den letzten 14 Tagen zu verantworten“, sagt Apfeld im Rückblick. „Wenn man in zwei Spielen gegen den Tabellenletzten SV Rödinghausen, der insgesamt nur drei Siege geholt hat, nichts Zählbares holt, dann war das insgesamt zu wenig und hat uns schließlich auch den Klassenverbleib gekostet.“

Die Planungen für die neue Spielzeit in der A-Junioren-Niederrheinliga laufen bereits auf Hochtouren. 14 Spieler werden die Mannschaft verlassen, zehn Jungjahrgänge bleiben. „Wir wollen sofort wieder hoch und werden unsere Lehren aus dieser Saison ziehen“, so Trainer Apfeld, der seinen Vertrag bereits vor einigen Wochen verlängert hatte.

Ihre vorläufige „Abschiedsvorstellung“ aus der höchsten deutschen U19-Spielklasse geben die Rot-Weissen am Samstag, 13 Uhr, im letzten Saisonspiel gegen Alemannia Aachen. Die Gäste haben nach ihrem 1:4 gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund den Klassenverbleib noch nicht ganz sicher.