U19: „Spiel selbst kaputt gemacht"

RWE-Nachwuchs unterliegt Schalke 04 mit 1:3

Am Wochenende musste sich die U19 gegen den FC Schalke 04 geschlagen geben. (Foto: Gohl)

Einen Rückschlag im Rennen um den Klassenverbleib in der Staffel West der A-Junioren-Bundesliga musste die U19 von Rot-Weiß Essen hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Damian Apfeld unterlag am 23. Spieltag gegen den FC Schalke 04 vor eigenem Publikum 1:3 (0:2). Da sowohl der SC Preußen Münster (0:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen) als auch Alemannia Aachen (beim überraschenden 2:1 gegen Tabellenführer 1. FC Köln) Punkte eingefahren haben, beträgt der Rückstand der Rot-Weissen auf den ersten Nichtabstiegsplatz drei Spieltage vor dem Saisonende jetzt vier Zähler.

Ausgerechnet gegen RWE lief der FC Schalke 04 erstmals seit mehr als zwei Monaten wieder mit Stürmer-Talent Ahmed Kutucu auf, der in dieser Saison schon 15 Pflichtspiele für die Profi-Mannschaft der Gelsenkirchener absolviert hat. Kutucu, der bis zur U11 auch bei den Rot-Weissen ausgebildet wurde, war es auch, der gleich zwei Treffer beisteuerte. Zunächst verwandelte der türkische U19-Nationalspieler einen Freistoß direkt (9.), dann vollendete er einen Konter (60.). Außerdem scheiterte Kutucu auch noch mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter am gut reagierenden RWE-Schlussmann Jonas Kersken (30.). Außerdem traf mit Münir Levent Mercan (22.) ein weiterer Spieler, der eine Vergangenheit bei den Rot-Weissen hat, für die Gäste.

Qlirim Gashi (66.) besorgte nach der Pause den Treffer für RWE und sorgte dadurch noch einmal Spannung in der Schlussphase. Bei einem weiteren Versuch hatte Gashi Pech, als er nur die Latte traf. „Wir hatten nach dem 1:3 genug Zeit, um vielleicht doch noch etwas mitzunehmen. Genug Chancen waren auch dafür da“, so RWE-Trainer Damian Apfeld. „Ich weiß nicht, ob Schalke auch ohne Kutucu gewonnen hätte. Dennoch müssen wir unsere Leistung auch deutlich unterteilen“, so Apfeld.

Mit dem Auftritt in der Offensive war der 33-Jährige sehr zufrieden. „Im Ballbesitz waren wir sehr gut. Wir sind mutig aufgetreten, haben uns häufig über die Flügel durchgesetzt. Defensiv war es dagegen vom gesamten Team eines unserer schwächsten Saisonspiele. Wir haben Fehler gemacht, die nicht passieren sollten. So haben wir uns das Spiel selbst kaputt gemacht.“

Die Lage in der Tabelle ist dadurch jetzt noch bedrohlicher geworden. „Die Ergebnisse der Konkurrenz sprechen nicht gerade für uns. Die nächste Partie gegen Borussia Dortmund hat für uns jetzt schon Endspiel-Charakter“, weiß auch der U19-Trainer.

Bei vier Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz darf sich RWE drei Partien vor dem Saisonende kaum erlauben, am Sonntag, 28. April, (ab 11 Uhr) weniger Punkte einzufahren als die Konkurrenten aus Aachen (bei Borussia Mönchengladbach) und Münster (beim SC Paderborn 07). „Wir werden die Zeit bis zum Dortmund-Spiel nutzen, um die Köpfe frei zu bekommen. Dann werden wir nochmal voll angreifen“, kündigt Apfeld an.