U19: „Nocheinmal voll angreifen“

Mannschaft von Damian Apfeld will am Sonntag bei Borussia Dortmund drohenden Abstieg abwenden

Im Hinspiel musste der rot-weisse Nachwuchs ein 1:3 gegen Borussia Dortmund hinnehmen. (Foto: Gohl)

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Nach dem 1:3 im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 bekommt es die U19 von Rot-Weiss Essen im Rahmen des 24. Spieltages in der Staffel West der A-Junioren-Bundesliga gleich mit dem nächsten Meisterschaftsanwärter zu tun. Am Sonntag (ab 11 Uhr) ist die Mannschaft von RWE-Trainer Damian Apfeld beim Tabellendritten Borussia Dortmund zu Gast.

Während der BVB nur einen Zähler Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Köln und den zweitplatzierten FC Schalke 04 aufweist, geht es für die Rot-Weissen darum, drei Spieltage vor dem Saisonende den drohenden Abstieg noch zu verhindern. Die U19 von RWE liegt vier Punkte hinter der sicheren Zone zurück. Sollte die Mannschaft von RWE-Trainer Damian Apfeld in Dortmund verlieren und der SC Preußen Münster am Sonntag (ab 13 Uhr) beim Mitkonkurrenten SC Paderborn 07 gewinnen, wäre der Klassenverbleib schon nicht mehr zu erreichen. Auf der anderen Seite könnte RWE den Rückstand im besten Fall auf einen Zähler reduzieren und hätte dann zwei Runden vor Schluss noch alle Möglichkeiten.

„Die Partie bei Borussia Dortmund hat für uns jetzt schon Endspiel-Charakter“, erklärt RWE-Trainer Damian Apfeld. Die 15 Tage zwischen dem 1:3 gegen den FC Schalke 04 und der Partie haben die Rot-Weissen genutzt, um die Köpfe frei zu bekommen. „Wir wollen noch einmal voll angreifen“, kündigt der Trainer kämpferisch an.

Dabei will die rot-weisse U19 die positiven Aspekte aus dem Schalke-Spiel mitnehmen. „Bei eigenem Ballbesitz waren wir sehr gut. Wir sind mutig aufgetreten, haben uns häufig über die Flügel durchgesetzt“, so Apfeld. Damit es diesmal auch mit etwas Zählbarem klappt, hat der Trainer klare Vorstellungen: „Defensiv war es gegen Schalke vom gesamten Team eines unserer schwächsten Saisonspiele. Wir haben Fehler gemacht, die nicht passieren sollten. Die müssen wir in Dortmund unbedingt verhindern, wenn wir erfolgreich sein wollen.“

Der BVB, der das Hinspiel in Essen 3:1 gewonnen hatte, steht ebenfalls stark unter Druck. Aus eigener Kraft können die Dortmunder nicht mehr auf einen der ersten beiden Tabellenplätze klettern, die zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft berechtigen. Deshalb benötigt das Team von Borussia-Trainer Benjamin Hoffmann nicht nur drei Siege aus den verbleibenden drei Partien, sondern ist außerdem auf mindestens einen Patzer der Konkurrenz aus Köln oder Gelsenkirchen angewiesen. U 18-Nationaltorhüter Luca Unbehaun (Knie-Operation) steht dem BVB nicht zur Verfügung.