U19: „Kompliment an die Mannschaft“

Apfeld-Elf erkämpft sich mit 0:0 beim SC Paderborn 07 in Unterzahl wichtigen Punkt.

Trotz Unterzahl erkämpften sich die rot-weissen in Paderborn einen Punkt. (Foto: Gohl)

Gut erholt vom 0:3 bei Alemannia Aachen präsentierte sich Rot-Weiss Essens U19 im letzten Auswärtsspiel des Jahres in der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga beim Tabellenvorletzten SC Paderborn 07. In Ostwestfalen erkämpfte RWE ein torloses Unentschieden und hielt damit einen direkten Konkurrenten auf Distanz.

Dabei hatte die Mannschaft von Essens Trainer Damian Apfeld nach der frühen Gelb-Roten Karte gegen Innenverteidiger Bünyamin Serbetcioglu (wiederholtes Foulspiel/13.) mehr als 75 Minuten in Unterzahl gespielt. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, wie sie mit der Situation umgegangen ist“, sagt Apfeld. „Trotz Unterzahl haben wir auf Augenhöhe agiert.

Nach dem Platzverweis von Serbetcioglu war RWE erst einmal darauf bedacht, Ruhe in die Partie zu bekommen und den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. „Das haben wir ganz ordentlich umgesetzt“, war Damian Apfeld mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben so gut wie nichts zugelassen.“

In der zweiten Halbzeit war für die Rot-Weissen sogar ein Sieg greifbar nah. Nachdem sich der eingewechselte Seongsun You (75.) auf der rechten Seite durchgetankt hatte, landete seine Hereingabe nicht wie gewollt am zweiten Pfosten, wo ein Essener völlig „blank“ stand. Keine fünf Minuten später war es erneut You (80.), der den Ball aus vier Metern freistehend über das leere Tor hämmerte. „Das war eine 100-prozentige Chance“, ärgerte sich Apfeld. „Niederlagen gegen direkte Konkurrenten tun immer besonders weh. Deshalb bin ich froh, dass wir einen Zähler mitgenommen haben. Für uns war in Paderborn sogar mehr drin.“

Am kommenden Samstag, 15. Dezember, steht für die rot-weisse U19 gegen den Tabellendritten 1. FC Köln das letzte Spiel vor der Winterpause an. Anstoß an der Seumannstraße ist um 13.00 Uhr. „Wir wollen gegen Köln noch einmal alles raushauen und möglichst mit einem Positiverlebnis das Jahr abschließen“, sagt Trainer Apfeld. Im besten Fall würden die Essener den Vorsprung vor der Gefahrenzone der Liga (aktuell drei Punkte) zum Jahresabschluss weiter ausbauen.