U19: Ersatzgeschwächte Essener rutschen unter den Strich

Rot-Weiss verliert mit letztem Aufgebot beim Schlusslicht SV Rödinghausen 0:2.

Gegen Rödinghausen mussten sich die Rot-Weissen mit 0:2 geschlagen geben. (Foto: Gohl)

Mit dem letzten Aufgebot musste die U19 von Rot-Weiss Essen am 18. Spieltag in der Staffel West der A-Junioren-Bundesliga eine schmerzhafte Niederlage im Kampf um den Klassenverbleib hinnehmen. Beim Schlusslicht SV Rödinghausen verlor Rot-Weiss 0:2 (0:1). Dogukan Demirbay (11./70.) war doppelt für die Gastgeber erfolgreich. Mit dem dritten Saisonsieg verkürzte Rödinghausen den Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang auf fünf Zähler. RWE rutschte unter den Strich. Ein sicherer Platz ist ein Punkt entfernt.

Die Voraussetzungen für das Gastspiel in Ostwestfalen waren aus Rot-Weiss-Sicht alles andere als optimal. Eine Grippewelle hatte in der Trainingswoche die halbe Mannschaft erfasst. Trainer Damian Apfeld musste auf ein Dutzend Spieler verzichten, darunter Leistungsträger wie Joel Hauser, Leon Eschen oder Alkan Talas. Um überhaupt eine Mannschaft zusammenzubekommen, mussten sogar einige angeschlagene Spieler wie Yannick Debrah auf die Zähne beißen.

Den besseren Start in die Partie erwischte trotz der Personalprobleme RWE. Mervan Aydin (2.) hatte kurz nach Anpfiff die große Gelegenheit zum Führungstreffer. Auch danach tat sich Rödinghausen schwer gegen das Angriffspressing der Gäste. Das 0:1 aus Essener Sicht fiel aus dem Nichts. Eine Unkonzentriertheit auf der linkten Seite nutzte der SVR aus.

In der zweiten Halbzeit ging es hin und her. Die Essener konnten aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Mit fortschreitender Spieldauer erhöhte RWE das Risiko - und wurde bei einem Konter bestraft. Das 0:2 war die Entscheidung.

„Wir haben versucht, alles in diese Partie hineinzulegen“, so Apfeld. „Man hat allerdings gemerkt, dass bei vielen Spielern nicht zuletzt auch das Selbstvertrauen fehlt. Wir wissen diese Niederlage einzuordnen. Die Umstände waren sicher nicht optimal. Nun hoffen wir, dass unsere Jungs schnell zurückkommen.“

Weiter geht es für RWE bereits am Samstag, 11 Uhr, gegen Bayer 04 Leverkusen. Nervös wird Apfeld trotz des Sturzes auf einen Abstiegsrang nicht. „Es gilt, sich nicht zu viele Gedanken darüber zu machen und die Ruhe zu bewahren“, fordert der RWE-Trainer. „Wir haben genügend Qualität im Kader, um diese Situation zu lösen.“