U19: „Ein Sieg der Mentalität“

Apfeld-Elf nach 1:0 im Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen weiterhin im Aufwind.

Joel Hauser erzielte das entscheidende Tor per Strafstoß. (Foto: Breilmanns Wiese)

Die U19 von Rot-Weiss Essen hat in der West-Staffel der A-Junioren Bundesliga erneut ihre gute Form unter Beweis gestellt. Das Team von Trainer Damian Apfeld setzte sich dank eines verwandelten Foulelfmeters von Joel Hauser (78.) gegen den direkten Konkurrenten Rot-Weiß Oberhausen 1:0 (0:0) durch. Durch den vierten Sieg aus den zurückliegenden sechs Begegnungen ist der Vorsprung auf die Gefahrenzone auf sechs Punkte angewachsen.

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus Oberhausen. RWE-Torhüter Jonas Kersken konnte sich bei einem Kopfball von Berkan Gürsoy (8.) und einem Freistoß von Ahmet Aris (15.) auszeichnen. Im Laufe der ersten Halbzeit kamen unsere A-Junioren aber immer besser in die Partie. Ein Versuch von Alkan Talas (21.) ging knapp am Tor vorbei. Bis zur Pause war beiden Mannschaft anzumerken, dass sie nicht den vielleicht entscheidenden Fehler machen wollten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Rot-Weissen gut in der Partie, Clinton Asare (55.) schoss aber vorbei. Ein Wechsel von RWE-Trainer Damian Apfeld sollte den einzigen Treffer des Tages einleiten. Mit Damian Lubak kam für Seongsun You ein weiterer kopfballstarker Stürmer, Alkan Talas rückte vom Zentrum auf die Außenbahn. Und Talas war es auch, der zwei Minuten später nur mit einem Foul im Strafraum zu stoppen war. Joel Hauser (78.) verwandelte den fälligen Strafstoß.

In der Schlussphase war noch einmal Zittern angesagt. Hauser (84.) bekam einen Pfiff von Schiedsrichter Lars Bramkamp (Hattingen) nicht mit und schlug eine Flanke. Dafür musste der RWE-Torschütze mit „Gelb-Rot“ vorzeitig vom Feld. Eng wurde es auch in der Nachspielzeit, als Oberhausens Ahmet Efe Aris einen Freistoß aus 17 Metern knapp neben das Tor setzte.

„Wir wussten, dass das Spiel nicht schon in der ersten Halbzeit entschieden sein wird“, so RWE-Trainer Damian Apfeld. „Daher hatten wir uns vorgenommen, im zweiten Durchgang noch emotionaler aufzutreten. Wir haben alles gejagt, was es auf dem Feld zu jagen gab. Es war ein Sieg der Mentalität.“

Für die Rot-Weissen war es bereits der vierte Sieg aus den vergangenen sechs Partien. „Die Niederlagen bei Schalke 04 und gegen Borussia Dortmund haben uns nicht umgeworfen“, so der 32-Jährige. „Wir sind weiterhin im Aufwind, machen eine tolle Entwicklung durch. Allerdings müssen wir weiterhin auf dem Boden und fokussiert sein.“

Bis zur Winterpause stehen noch die Auswärtsspiele bei den direkten Konkurrenten Alemannia Aachen (2. Dezember, 11 Uhr) und SC Paderborn 07 (9. Dezember, 12 Uhr) sowie die Nachholpartie gegen den 1. FC Köln (15. Dezember, 13 Uhr) auf dem Programm. „Ganz klar: Da wollen wir das Maximale herausholen“, erklärt Apfeld.