U19: "Bis zum ersten Gegentreffer gut Paroli geboten"

Nach 0:3 bei Endrundenanwärter Borussia Dortmund darf RWE-Nachwuchs weiter auf Klassenverbleib hoffen

Mit 0:3 musste sich die RWE-U19 gegen den BVB geschlagen geben. Das Foto ist aus dem Hinspiel. (Foto: Gohl)

Ernüchterung auf der einen Seite, Hoffnung auf der anderen: Zwar unterlag die U19 von Rot-Weiss Essen am 24. Spieltag in der Staffel West der A-Junioren-Bundesliga 0:3 (0:0) beim Endrundenanwärter Borussia Dortmund. Da sich der SC Paderborn 07 aber im direkten Duell mit dem SC Preußen Münster 2:1 durchsetzen konnte, hat die Mannschaft von RWE-Trainer Damian Apfeld auch zwei Runden vor dem Saisonende noch Chancen auf den Klassenverbleib. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt vier Punkte.

Obwohl die Favoritenrolle klar bei Borussia Dortmund lag, versteckte sich RWE nicht. Im Gegenteil: Die Rot-Weissen störten die Dortmunder bereits früh im Spielaufbau. So kamen die Gäste mit ihrer mutigen Spielweise auch selbst oft in aussichtsreiche Positionen, nur die Genauigkeit beim Abschluss fehlte. So scheiterte RWE-Angreifer Clinton Asare (20.) mit einer Großchance am grätschenden BVB-Verteidiger Julius Schell. Auf der Gegenseite zielte Dortmunds Immanuel Pherai nur knapp am Pfosten vorbei.

Nach der Pause verhinderte Essens Torhüter Jonas Kersken (52.) gegen Paul-Philipp Besong zunächst den Rückstand, nur wenige Minuten später war er dann aber doch geschlagen. Nach einer Ecke köpfte Alaa Bakir (55.) ein. Durch Besong (57./67.) legte der BVB schon kurz darauf zwei weitere Treffer nach und sorgte damit für die Entscheidung. Für die U19 von Rot-Weiss Essen ergab sich in der Schlussphase noch eine gute Kontermöglichkeit, der letzte Pass geriet aber zu ungenau.

„Bis zum ersten Gegentreffer haben wir dem BVB gut Paroli geboten“, so RWE-Trainer Damian Apfeld. „Das Tor war dann aber für den BVB der Dosenöffner, während bei uns der Stecker gezogen wurde und die Köpfe nach unten gingen.“

Für die U 19 von Rot-Weiss Essen kommt es nun am Sonntag (ab 13 Uhr) zum nächsten „Endspiel“ bei Rot-Weiß Oberhausen. Die Rot-Weissen müssen bei vier Zählern Rückstand auf die Konkurrenz auf jeden Fall mehr Punkte sammeln als gleichzeitig die Konkurrenten SC Preußen Münster (gegen den VfL Bochum) und der SC Paderborn 07 (beim FC Schalke 04), um die Hoffnung auf den Klassenverbleib weiter am Leben zu halten.

„Wir sind immer noch irgendwie am Leben. Jetzt gilt es, sich konzentriert und fokussiert auf Oberhausen vorzubereiten. Wir werden alles geben, um uns doch noch ein spannendes Finale am letzten Spieltag zu ermöglichen“, so Apfeld.