"Spielwitz, Spielfreude und Torgefahr"

RWE - Schalke II 5:0. Grote, Harenbrock, Lewerenz, Young und Pronichev treffen.

Traumkombination vor dem 2:0: Amara Condé legte wunderschön für Cedric Harenbrock auf. (Foto: Endberg)

Das war die richtige Reaktion. RWE besiegte die U23 aus Gelsenkirchen auf frischem Grün an der Hafenstraße mit 5:0. Den Führungstreffer erzielte Dennis Grote nach Vorarbeit von Simon Engelmann Mitte der ersten Halbzeit (22.), Cedric Harenbrock (36.) und Steven Lewerenz (38.) konnten noch in Häfte eins nachlegen. Nach der Pause trafen die eingewechselten Isaiah Young (79.) und Maximilian Pronichev (82.). Christian Neidhart: „Heute war von allem etwas dabei: Spielwitz, Spielfreude und Torgefahr. Man sieht auch, was ein guter Platz für uns ausmacht.“

Essens Chefcoach nahm nur eine Änderung in der Startformation vor: Jonas Hildebrandt kam für den gesperrten Kapitän Marco Kehl-Gomez auf der rechten Seite zum Einsatz, Maximilian Pronichev war zum ersten Mal seit langer Zeit wieder im Kader.

Der neue Rasen schien den Rot-Weissen zu gefallen, sie kombinierten sich von Beginn an in Richtung Gelsenkirchens Schlussmann Zadach. Nach vier Minuten scheiterte Heber am Keeper, direkt danach wurde der Rebound durch Hildebrandt von einem Schalker auf der Linie geblockt. War da eine Hand im Spiel? Steven Lewerenz versuchte es nach einer guten Viertelstunde mit einem hohen Ball über den Tormann, doch die Kugel flog auch deutlich über die Latte.
Nach 22 Zeigerumdrehungen war es dann soweit: Der agile Lewerenz flankte einen Standard auf den Schädel von Simon Engelmann. Der Kopfball des Torjägers trudelte in Richtung Pfosten und Dennis Grote stand parat – 1:0.

Schalke versuchte sich zu wehren, aber nur ganz kurz. Nach 36 Minuten setzte sich Amara Conde im Zentrum durch und bediente Cedric Harenbrock erstklassig, der die Kugel willens- und abschlussstark zum 2:0 im Netz unterbrachte.
Weiter ging die Fahrt: Dennis Grote mit einem seiner gefährlichen Steilpässe auf Engelmann, der den Ball irgendwie in die Mitte auf Lewerenz servierte. Endlich durfte sich auch der Winterneuzugang über seinen ersten Treffer im RWE-Trikot freuen (38.).

Erfolgserlebnisse für Young und Pronichev

Wer damit gerechnet hatte, dass die Knappen nach dem Pausentee einen Gang höher schalten, sah sich getäuscht. RWE dominierte das Spiel. Oguzhan Kefkir verbuchte den ersten Abschluss, zielte aber zu zentral aufs Gehäuse. Eine schöne Kombi von Kefkir und Condé konnte der starke Mittelfeldregisseur nicht vergolden (63.).
Isaiah Young (67.) und Maximilian Pronichev (73.) bekamen nun die Möglichkeit, sich zu beweisen. Beide nutzen sie eindrucksvoll: Grote spielte Young wunderbar frei, der umkurvte Zadach und schob zum 4:0 ein (79.). Herrlich! Maximilian Pronichev holte sich auch endlich sein Erfolgserlebnis: Erneut leitete Dennis Grote unnachahmlich ein. Condé scheiterte noch am Schalker Schlussmann, aber Pronichev rauschte in der Mitte heran und versenkte mit der Pike zum 5:0-Endstand.
„Gerade für Maximilian Pronichev hat mich das sehr gefreut. Der war heiß wie Frittenfett – und hat dann auch sein Tor gemacht. Mit Blick auf die Partie am Mittwoch (18:30 Uhr) war gut, dass wir früh wechseln konnten, um so unsere Kräfte für Rödinghausen zu bündeln“, bilanzierte ein sichtlich zufriedener Christian Neidhart.