Souveräner Auswärtssieg in Lippstadt

RWE schlägt den Aufsteiger mit überzeugender Leistung 3:0.

Starker Auftritt! Mit 3:0 schlugen die Rot-Weissen heute den SV Lippstadt. (Foto: Endberg)

"Oftmals ist der Kampf sehr heiß, Sieger aber ist Rot-Weiss" prangte auf dem Schriftzug der mitgereisten Heimspielmacher und sie trafen damit voll ins Schwarze. In einem kämpferischen Spiel setzten sich die Essener verdient durch und gewannen durch die Tore von Baier (7.), Tomiak (42.) und Wirtz (53.) mit 3:0. "Wir wollten eine Reaktion auf das Spiel in Bonn zeigen und das ist uns gelungen. Heute fand ich unsere Leistung wirklich von der ersten bis zur letzten Minute sehr ordentlich", so Chef-Trainer Karsten Neitzel nach der Partie.

Starker Wind und ein unebener Boden bildeten den Rahmen für das rot-weisse Punktspiel in Lippstadt. Kampf war also angesagt und den nahmen die Essener von der ersten Minute an an. Dem Ballbesitzfußball der Gastgeber begegneten die Rot-Weissen extrem aufmerksam und aggressiv. So dauerte es auch nur nullsieben Minuten, bis der Ball erstmals in den Lippstädter Maschen zappelte. Eine Hereingabe von Urban landete über Freund und Feind bei Baier, der aus dem Rückraum den Weg durch die zahlreichen gegnerischen Abwehrbeine ins Tor fand. Auch im Anschluss sorgte die Neitzel-Elf dafür, dass dem Gegner jeder Spaß am Spiel genommen wurde. Ständig stand den Ostwestfalen ein Rot-Weisser auf den Füßen und Ballgewinne landeten unmittelbar in der Spitze, wo Wirtz und Wegner die nachrückenden Rot-Weissen bedienten. Baier (26. und 38.) und Bichler (37.) hätten ihre Elf schon vorher deutlicher in Führung bringen können, überließen das aber schließlich kurz vor der Halbzeit Tomiak. Dieser spitzelte eine verunglückte Ecke überlegt an Keeper Balkenhoff zur 2:0-Führung in die Maschen (42.).

Als die Lippstädter nach dem Seitenwechsel zur Aufholjagd ansetzten, beerdigte Wirtz mit dem Treffer zum 3:0 alle Hoffnungen der Gastgeber. Eine Flanke von Grund landete am zweiten Pfosten, wo Scepanik zu einem sehenswerten Volley ansetzte. Dieser klatschte vom Pfosten vor die Füße von Wirtz, der die Kugel nur noch über die Linie schieben musste (52.). Die Gastgeber taten sich weiterhin schwer mit der aggressiven Gangart der Essener, ließen sich mit fortschreitender Spielzeit dann aber doch mal vor dem RWE-Kasten blicken. Eng war es vor allem in der 63. Minute, als Berisha einen Nachschuss von der Strafraumkante knapp über das Tor setzte. Deutlich mehr Betrieb war allerdings weiterhin vor dem Kasten von Lippstadts Balkenhoff. Wegner zwang den SVL-Schlussmann nach schönem Ballgewinn von Baier zu einer Parade (67.). Kurz vor dem Ende klatschte dann noch ein Freistoß von Scepanik an den Querbalken und da Platzek beim Nachschuss im Abseits stand (88.), blieb es beim völlig verdienten 3:0 der Essener.