RWE-Torhüter zu Gast beim TUSEM

Schlussmänner tauschten vorübergehend grünen Rasen gegen Hallenboden

Manuel Lenz übergab Jaron Siewert am Ende des Trainings ein RWE-Trikot.

Ob Augenklappe oder Sonnenbrille: Manuel Lenz, Torwarttrainer von Rot-Weiss Essen, setzt in seinen Einheiten gerne mal unorthodoxe Hilfsmittel ein, um die RWE-Schlussmänner fit für die Pflichtspiele zu machen. Auch abseits des Fußballs ist der 33-Jährige immer auf der Suche nach ergänzenden Trainingsmethoden. So besuchte er mit seinen Schützlingen Robin Heller, Marcel Lenz und Stefan Jaschin heute das Training der Handballer von TUSEM Essen.

Im Leistungszentrum der TUSEM Handballer begrüßte Trainer Jaron Siewert die rot-weissen Schlussmänner. Für die Fußballer bedeutete dies nicht nur ein neues Trainingsgerät, auch die Bewegungsabläufe und Spielsituationen waren doch eher ungewöhnlich. Viel Unterstützung erhielten sie dabei von den Handballern, die mit viel Freude einen Einblick in ihre Sportart gewährten. Im Gegenzug gaben die Spieler von RWE wertvolle Erfahrung aus ihrem Tagesgeschäft mit. Die Stimmung war insgesamt sehr offen und neugierig, ein allzu lockerer Austausch sollte es aber nicht werden. Die Trainer Siewert und Lenz erwarteten vollen Einsatz von allen Torhütern, schließlich war diese Einheit ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf die jeweilige Rückrunde. Nach einem allgemeinen und torwartspezifischen Aufwärmprogramm begaben sich die Spieler in eine Zirkelübung. Neben athletischen Elementen wurden die Fähigkeiten in der Ballabwehr geschult. Zum Ende der Einheit sorgte ein Wettkampfspiel inklusive Distanzwürfen für ein Kräftemessen zwischen den Torhütern.

TUSEM-Coach Jaron Siewert zeigt sich sehr zufrieden mit der gemeinsamen Trainingseinheit: „Die Torhüter von RWE haben mich positiv überrascht und ich habe mit großem Interesse feststellen können, dass es doch mehr Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und Handball im Torwartspiel gibt, als vorher vermutet. Wie bei allen Sportlern wurde der Ehrgeiz schnell geweckt und jede neue Aufgabe wurde mit voller Motivation angegangen. Man kann immer dazu lernen, wenn man über den eigenen Tellerrand hinaus schaut.“

Für die rot-weisse Delegation um Torwarttrainer Manuel Lenz war es ebenfalls ein gelungener Besuch: „Man kann als Sportler nur davon profitieren, auch mal abseits der eigenen Sportart Erfahrungen zu sammeln. Es ist für uns Trainer immer wichtig, neue Reize zu setzen um die Spannung hochzuhalten und die Sinne zu schärfen. Dafür war das heute eine optimale Einheit. Ein großes Dankeschön daher an die Jungs vom TUSEM, die wir dann bald hoffentlich auch mal auf dem grünen Rasen an der Hafenstraße begrüßen dürfen.“

Der sportliche Austausch zwischen Handball und Fußball soll weiterhin gefördert werden. Im weiteren Saisonverlauf verlassen die TUSEM-Torhüter ihre heimische Halle und werden interessante Einblicke im Training von RWE aufnehmen. Darüber hinaus werden sich die Mannschaften gegenseitig bei Heimspielen an der Hafenstraße bei Rot-Weiss Essen und in der Sporthalle am Hallo beim TUSEM unterstützen und weitere Eindrücke aus der Essener Sportwelt sammeln. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam für Essen!