RWE im Pokalfinale

Rot-Weiss Essen zieht durch einen 4:1-Sieg gegen den Stadtrivalen FC Kray ins Finale des Niederrheinpokals ein.

Andreas Ivan traf doppelt gegen den FC Kray. (Foto: Endberg)

Andreas Ivan (34. und 89.), Philipp Zeiger (38.) und Kevin Grund (84.) trafen für die Rot-Weissen. "Wir waren auf eine schwierige Partie eingestellt und die hat uns Kray auch geliefert. Wir hatten die Partie nach eine schwierigen Anfangsphase eigentlich im Griff, haben das Spiel dann aber durch eine Fahrlässigkeit unnötig wieder spannend gemacht. Die Mannschaft hat sich vom Gegentor aber nicht beeindrucken lassen, mit Leidenschaft dagegengehalten und die Räume dann auch klasse genutzt", so Chef-Trainer Jan Siewert.

Im Vergleich zum Spiel gegen den Tabellenführer aus Mönchengladbach stellte Siewert auf zwei Positionen um. So ersetzte Frank Löning in der Spitze Marcel Platzek. Timo Becker aus der rot-weissen U19 spielte für Jeffrey Obst und beackerte das reche Mittelfeld.

Doch RWE tat sich zu Beginn der Begegnung schwer. Den Gästen aus Kray gelang es in den Anfangsminuten, die Räume eng zu machen und die Rot-Weissen im Mittelfeld in Zweikämpfe zu verwickeln. So waren Distanzschüsse zunächst die gefährlichsten Aktionen der Bergeborbecker. Benjamin Baier bewies in der 22. und der 27. Minute erneut seine starke Schusstechnik, verfehlte das Tor jedoch jeweils um Zentimeter. Besser zielte wenige Minuten später Andreas Ivan. Der Winter-Neuzugang kam nach einer abgewehrten Hereingabe im Krayer Strafraum an den Ball, nahm kurz Maß und fand so die Lücke zwischen zahlreichen Abwehrspielern ins Tor (30.). RWE schien das Spiel jetzt im Griff zu haben und legte wenig später nach. Nach einem Freistoß von Kasim Rabihic stieg der aufgerückte Philipp Zeiger am höchsten und legte den Ball mit dem Kopf unhaltbar für Ex-RWEler Philipp Kunz in den langen Torwinkel (37.). 

Nach der Pause blieb es zunächst beim gleichen Bild. Mit der Führung im Rücken wirkten die Rot-Weissen sicher im Spielaufbau und wacher, als der Gast aus Kray. Nicht so jedoch in der 50. Minute, als Kehrmann durch die RWE-Abwehr wuselte und allein vor Robin Heller zum Anschlusstreffer einschob. Nach einer spannenden halben Stunde folgte dann aber die Entscheidung. Andreas Ivan setzte sich bei einem RWE-Konter stark auf der linken Seite durch und flanke punktgenau für den heraneilenden Kevin Grund, der den Ball mit dem Oberschenkel ins Tor beförderte (84.). Den Schlusspunkt setzte erneut Andreas Ivan, der kurz vor dem Schlusspfiff noch zum 4:1-Endstand einschob (89.). 

Das Spielgeschehen im Ticker