Rot-Weisser Ganztag: mit dem ALLBAU nach Altendorf

Seit 2013 touren Rot-Weiss Essen, Essener Chancen und Jugendhilfe Essen durch die Offenen Ganztagsschulen der Stadt. In einer Premiere lud der ALLBAU die RWE-Sozialinitiative nun zum Rot-Weissen Ganztag an die Altendorfer Hüttmannschule ein: Flügelflitzer Jonas Erwig-Drüppel war für gemeinsames Mittagessen, Pressekonferenz und Autogrammstunde am Start und gewann im Handumdrehen die Herzen der Kids.

Schöne Premiere für ALLBAU und Essener Chancen: An der Hüttmannschule stieg der erste gemeinsame Rot-Weisse Ganztag. (Foto: Müller/EC)

Die 376 Kinder der Altendorfer Hüttmannschule vertreten insgesamt 36 (!) Nationalitäten. Gut 100 der Schüler sind in den vier Gruppen des Offenen Ganztags: „Die Kinder sind wirklich sehr gut organisiert“, ist Tani Capitain, Macher der Essener Chancen, begeistert, nachdem die Kurzen ihren Besuchern Räumlichkeiten, Hof und Fußballfeld gezeigt haben. Während die Bergeborbecker zum ersten Mal in der Hüttmannschule sind, kehrt Jannica Wiesweg, Kinder- und Jugendbeauftragte des ALLBAU, an ihre alte Wirkungsstätte zurück: „Nach dem Studium habe ich hier ein halbes Jahr im Offenen Ganztag gearbeitet.“ Jetzt ist die Einrichtung an der Hüttmannstraße eine der beiden Partnerschulen, die sie betreut: „Durch den ALLBAU bin ich wieder hier gelandet“, zwinkert Wiesweg. Der ALLBAU organisiert unter anderem verschiedene Aktionen mit den Schulen, kommt mit Maskottchen Albert vorbei oder bietet einen Onlineklub zur Lernunterstützung.
In Wieswegs ehemaligem Gruppenraum werden Kids und Rot-Weisse auch zu Tisch gebeten: Es gibt Schnitzel mit Kartoffelpuffer. Die Gruppen sind selbstverständlich in den Farben des Bergeborbecker Traditionsklubs geschmückt: „Die Kinder waren total aufgeregt und haben alles zusammengesucht, was rot und weiss ist“, schmunzelt Susanne Janzen, Leitung des Offenen Ganztags an der Hüttmannschule.

Vom offensiven Mittelfeld ins Sport-Businessmanagement

„Wir haben ganz viele Jungs und Mädchen, die nur Fußball im Kopf haben“, berichtet Janzen, „sehr viele spielen im Verein.“ Das merkt man: Als die Schüler auf der anschließenden Pressekonferenz endlich ihre im Vorfeld vorbereiteten Fragen stellen dürfen, hält es sie vor Aufregung kaum auf den Plätzen.
Doch Offensivmann Erwig-Drüppel hat die Gruppe bestens im Griff und moderiert sich souverän durch die interessanten Fragen: Welche Tricks er denn am liebsten mache? Die setzt der 27-Jährige gar nicht so häufig ein, aber neben Standards wie Übersteigern und Körpertäuschungen baut Erwig-Drüppel besonders auf sein Tempo: „Dann lege ich mir dann Ball vor und laufe hinterher; das geht ganz gut.“ Messi oder Ronaldo? „Messi ist der Spieler, den ich am liebsten mag.“ Und auch in seine Zukunftsplanung gibt Erwig-Drüppel Einblick: „Ich studiere nebenher Sport-Businessmanagement“, erklärt die rot-weisse Nummer 37, „irgendwann kann man nicht mehr Fußballspielen und dann muss man einen anderen Job machen können.“
Auf der Autogrammstunde bildet sich eine Traube aus Kindern um das Podium und zum Abschied haben die Hüttmannschüler eine ganz besondere Überraschung für den Bergeborbecker Besuch: „Opa Luscheskowski, wo bist du nur geblieben“, schmettert der RWE-Song aus 100 Kindermündern. Das Wiedersehen ist schon gemachte Sache: Am 30. März sind die Kids zum Heimspiel gegen die Reserve von Borussia Mönchengladbach eingeladen. „Wir freuen uns, die Schüler an der Hafenstraße begrüßen zu können“, ist Essener-Chancen-Projektleiter Tani Capitain mit dem Besuch in Altendorf mehr als zufrieden.