Niederlage zum Jahresabschluss

Rot-Weiss Essen verliert unter Flutlicht gegen VfB Homberg mit 0:2.

Gegen den VfB Homberg wollte den Rot-Weissen einfach kein Tor gelingen. (Foto: Endberg)

Trotz zahlreicher Chancen muss sich RWE im Jahresfinale an der Hafenstraße unter strömendem Regen gegen den VfB Homberg mit 0:2 (0:2) geschlagen geben. Dabei reichten den Gästen lediglich wenige Versuche zum Auswärtssieg. Patrick Dertwinkel (16.) und Dennis Wibbe (40.) entschieden die Partie zugunsten der Homberger. „Wir haben hinten in entscheidenden Situationen nicht konsequent genug verteidigt“, so Christian Titz nach der Partie.

Der rot-weisse Chef-Trainer veränderte im Vorfeld des Spiels gegen den Tabellensiebzehnten für drei Änderungen die Startelf. Marco Kehl-Gomez, der sich in der „Roten Erde“ die fünfte gelbe Karte einfing, wurde sowohl in Startformation als auch im Kapitänsamt durch Dennis Grote ersetzt. Zudem begannen Jan Neuwirt sowie Hedon Selishta unter Hafenstraßen-Flutlicht für Kevin Grund und Marcel Platzek. Cedric Harenbrock kehrte erstmals, seit seiner ersten Verletzung im April 2018 in einem Meisterschaftsspiel in den Kader zurück.

Die 8.495 Fans, die Mannschaft und Trainer mit Wunderkerzen begrüßten, erlebten einen druckvollen Beginn der Rot-Weissen. Dorow prüfte nach zwei Minuten per Volley aus der Strafraummitte Homberg-Keeper Gutkowski,  der nur eine Minute später einen schlitzohrigen Kefkir-Flachschuss von der rechten Strafraumaußenkante parieren musste. Ein sehenswerter Kefkir-Versuch aus circa 20 Metern verfehlte das Gehäuse der Duisburger nur knapp (14.). Erstmals gefährlich vor dem Tor aufgetaucht war es dann allerdings der Homberger Patrick Dertwinkel, der einen Distanzschuss aus zentraler Position am geschlagenen Jakob Golz zur schwarzgelben Führung vorbei ins Tor beförderte (16.). Doch davon sollten sich die Rot-Weissen nicht beeindrucken lassen: Ein Endres-Schuss innerhalb der Strafraums wurde von einem Homberger zumindest handverdächtig abgewehrt (17.), noch dicker war dann die Gelegenheit von Hedon Selishta, der nach Kefkir-Freistoß von der rechten Seite im Strafraum am Höchsten stieg, dann jedoch am schnell reagierenden Gutkowski scheiterte (20.). Kompakt verteidigende Homberger erschwerten fortan das Durchkommen gegen die spielbestimmenden Essener. Nach 35 Minuten war es der einschussbereite Hedon Selishta, der nur knapp eine Kefkir-Flanke mit dem Kopf verfehlte und kurz darauf unter Druck der VfB-Abwehr nach Querpass von Dorow aus Nahdistanz scheiterte. Dann traf es die Rot-Weissen vor der Pause erneut eiskalt: Nach einer Homberger Kombination vor dem herausstürzenden Golz vollendet Kapitän Dennis Wibbe den zweiten Torschuss der Gäste auf das freie Tor zum 0:2 aus rot-weisser Sicht (40.). Ein Endres-Fernschuss, den Gutkowski mit den Fäusten parieren konnte, beendete dann Hälfte Eins (44.).

Doch auch die zweite Hälfte, eingeläutet durch einen Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz (53.), sollte ungenutzte rot-weisse Chancen mit sich bringen. Dabei bewahrte auch das Aluminium die Gäste zwei Mal vor dem rot-weissen Anschluss: Zur 55. Minute misslang ein Klärungsversuch der Abwehr und klatschte an den Pfosten, in der 65. Minute landete dann ein Hahn-Kopfball genau auf der Latte. Auch ein Fernschuss von Joshua Endres (82.) und ein Freistoß von Kefkir (86.), bei denen Gutkowski zur Parade gezwungen wurde, sowie fünf Miuten Nachspielzeit änderten nichts mehr am bitteren Endstand.