Nächster Gegner: Zwischen fulminantem Saisonstart und Niederlagenserie

Nach einem furiosen Saisonstart mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen und der daraus resultierenden Tabellenführung ist der frühere Zweitligist Rot Weiss Ahlen seit einigen Wochen auf der Suche nach der starken Frühform. Vor dem Duell der "Rot-Weissen" am Samstag (14.00 Uhr, Wersestadion) verloren die Ahlener zuletzt fünfmal in Serie, rutschten dabei in der Tabelle von Platz eins auf Rang vierzehn ab.

Für RWE geht es am Samstag ins Ahlener Wersestadion. (Foto: RWE)

Weder in den Auswärtsspielen beim SC Wiedenbrück (1:5), beim Bonner SC (1:3), beim Wuppertaler SV (0:4) und zuletzt bei der U23 von Fortuna Düsseldorf (0:1) noch in der Heimpartie gegen den Titelaspiranten FC Viktoria Köln (1:3) konnten die Rot Weissen aus dem Münsterland einen Zähler einfahren. Dennoch: Trotz des aktuellen Negativlaufs liegt RWA weiterhin im Soll. Trotz der jüngsten Niederlagen beträgt der Vorsprung vor der Abstiegszone weiterhin zwei Zähler, wobei die unmittelbaren Tabellennachbarn aus Köln und Düsseldorf indes noch drei bzw. ein Spiel(e) weniger als die Wersestädter auf dem Konto haben.

Nach dem großen Umbruch in der Sommerpause, in der fast der komplette Kader den Verein verlassen hatte, mussten die Ahlener eine komplett neue Mannschaft zusammenstellen. Gleich 19 Spieler stießen zum Kader dazu. Einer der Neuzugänge ist der Ex-Essener Emre Yesilova. Der 22-jährige Außenstürmer war zur vergangenen Rückserie vom Stadtrivalen FC Kray zu RWE gewechselt, blieb aber verletzungsbedingt (unter anderem Knorpelschaden und Leistenprobleme) zu keinem Pflichtspieleinsatz für die Mannschaft von der Hafenstraße. Anfang August sicherte sich dann Ahlen die Dienste von Yesilova. Gleich in seinem ersten Spiel gelangen dem gebürtigen Bochumer beim 5:0 gegen Aufsteiger TSG Sprockhövel ein Tor und zwei Vorlagen. Und das, obwohl Yesilova nur eine Halbzeit auf dem Platz stand.

Nachfolger des bisherigen Trainers und Ex-Esseners Marco Antwerpen (inzwischen FC Viktoria Köln) ist Mircea Onisemiuc. Für den 45-jährigen A-Lizenzinhaber ist Ahlen die erste Station bei einem Viertligisten. Zuvor hatte der Rumäne unter anderem die U 19 des KFC Uerdingen 05 betreut und bei den A-Junioren des MSV Duisburg als Assistent des jetzigen RWE-Co- und U 19-Trainers Carsten Wolters gearbeitet. In der Saison 2013/2014 waren Onisemiuc und Wolters gemeinsam bei den „Zebras“ tätig. Am Samstag kommt es jetzt also zum Wiedersehen des ehemaligen Trainerteams. In Essen ist Onisemiuc ebenfalls kein Unbekannter. In der Spielzeit 2014/2015 war er Cheftrainer des Niederrhein-Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen.

Im direkten Vergleich zwischen Rot-Weiss Essen und Rot Weiss Ahlen behalten die Ahlener bislang die Oberhand. Insgesamt standen sich beide Vereine zehnmal in Pflichtspielen gegenüber. In fünf Partien setzte sich Ahlen durch, dreimal gewann RWE. Die weiteren zwei Begegnungen endeten remis. In der letzten Saison ging allerdings RWE zweimal als Sieger vom Platz. Im Hinspiel gab es vor exakt 11.164 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße einen 2:0-Heimsieg. Benjamin Baier und Leon Binder, der mittlerweile in der Oberliga Niederrhein für den KFC Uerdingen 05 spielt, trafen ins Schwarze. Das Rückspiel in Ahlen endete 2:1 für die Essener. Frank Löning und Tolga Cokkosan sorgten mit ihren Toren für ein erfolgreiches Debüt für RWE-Cheftrainer Sven Demandt, der nur wenige Tage zuvor Jan Siewert beerbt hatte. Ahlens Nils Hönicke erzielte in der Schlussphase nur noch den Anschlusstreffer.

Text: MSPW