Nächster Gegner: Markus Zschiesche soll BSC in der Liga etablieren

Bonner SC strebt mit neuen Spielern und neuem Trainer Klassenverbleib an.

Im Hinspiel setzten sich die Rot-Weissen mit 1:0 durch. (Foto: Endberg)

Der Bonner SC, der am morgigen Freitag,Rot-Weiss Essen im Sportpark Nord empfängt, nimmt die Restrunde der Regionalliga West nach einem größeren Umbruch in Angriff. Bei den ehemaligen Bundeshauptstädtern steht seit wenigen Wochen mit Markus Zschiesche ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Auch bei den Spielertransfers war der BSC sehr aktiv. Klares Ziel ist der Klassenverbleib.

Die größte Veränderung beim Bonner SC gab es während der Winterpause auf der Trainerbank. Florian Mager, der Mitte November die Mannschaft vom langjährigen Trainer Daniel Zillken nach dessen Rücktritt interimsweise übernommen hatte, legt seit Jahresbeginn eine Fußballpause ein. Unter dem ehemaligen Co-Trainer sammelte der BSC sechs Punkte in drei Spielen. Dass der 27-Jährige spätestens zur Winterpause mindestens in die zweite Reihe zurückgekehrt wäre, stand aber bereits vorher fest. Um die Mannschaft längerfristig in der Regionalliga zu betreuen, fehlt ihm die entsprechende Trainerlizenz.

Die Aufgabe, den Klassenverbleib noch zu schaffen, haben die Vereinsverantwortlichen des Bonner SC Markus Zschiesche anvertraut. Der 36-Jährige arbeitete zuletzt bis zum Sommer 2018 in der Regionalliga Nordost beim Berliner AK. Weitere Stationen des gebürtigen Berliners waren Tennis Borussia Berlin und der FC Energie Cottbus (jeweils im Nachwuchsbereich) sowie die Reinickendorfer Füchse Berlin. Den Fußball-Westen kennt Zschiesche aus seiner Zeit als Spieler bei den Sportfreunden Siegen und beim SC Paderborn 07.

„Mit Markus Zschiesche wollen wir den BSC weiter in der Regionalliga etablieren. Unser Anforderungsprofil sah Erfahrungen als Spieler im professionellen Bereich sowie erste Erfahrungen als Trainer im Jugend-Leistungsbereich sowie im Seniorenbereich vor“, so BSC-Vorstandsvorsitzender Professor Dirk Mazurkiewicz.

Auf Markus Zschiesche wartet zunächst noch eine Doppel-Belastung. An der Hennes-Weisweiler-Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Hennef absolviert er parallel die Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Dort stehen aber schon bald die Abschlussprüfungen an. Neuer Co-Trainer von Zschiesche beim abstiegsbedrohten BSC ist Ronny Ermel. Beide haben schon beim Berliner AK in dieser Konstellation zusammengearbeitet.

„Das neue Trainerteam kennt unsere Rahmenbedingungen, wobei wir gemeinsam die nächsten Schritte in Richtung Professionalisierung gehen wollen“, so Mazurkiewicz. „Wenn wir uns in der Regionalliga etablieren und mittelfristig höhere Ziele anpeilen wollen, müssen wir uns finanziell, personell und organisatorisch weiter strecken. Hier sind wir in der Winterpause ein ganzes Stück vorangekommen, aber wir haben gemeinsam noch viel Arbeit vor.“

Mit sieben Zu- und sechs Abgängen zählt der Bonner SC zu den aktiveren Mannschaften auf dem Winter-Transfermarkt. Besonders schmerzhaft für den BSC war der Wechsel von Defensivspieler Nils Rütten (23) zu Drittligist Eintracht Braunschweig. Mit Offensivspieler Vincent-Louis Stenzel (FC Carl Zeiss Jena) schlug auch ein Spieler den umgekehrten Weg von der 3. Liga nach Bonn ein. Vom finanziell angeschlagenen TV Herkenrath, ein direkter Konkurrent im Rennen um den Klassenverbleib, wurden die Offensivspieler Suheyel Najar (23) und Hamza Salman (20) verpflichtet. Letzterer erzielte auch das Siegtor zum 2:1 im letzten Testspiel der Vorbereitung gegen die U 23 von Borussia Dortmund. Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres blieb der BSC jedoch ohne Treffer (0:0 gegen Wattenscheid 09).