Nächster Gegner: Heimpremiere in der Duisburger Arena

Neuling VfB Homberg fiebert seiner ersten Regionalliga-Saison entgegen.

Zahlreiche Rot-Weisse werden die Essener nach Duisburg begleiten.

Das lange Warten hat für den VfB Homberg bald ein Ende. Am Sonntag, 4. August, ab 14.00 Uhr, steht für den Verein aus dem Duisburger Westen das erste Regionalliga-Heimspiel in seiner Vereinsgeschichte auf dem Programm. Zu Gast im Rahmen des 2. Spieltags ist der Traditionsverein Rot-Weiss Essen. Gespielt wird in der großen Duisburger Arena, der etatmäßigen Spielstätte des Drittligisten MSV. "Die Vorfreude ist bei uns riesengroß. Für uns alle wird das ein Fest", freut sich VfB-Trainer Stefan Janßen.

Der 49-Jährige, der einst auch lange beim ETB Schwarz-Weiß Essen tätig war, steht bereits seit 2015 bei den Schwarz-Gelben an der Seitenlinie. In der vergangenen Saison führte er die Homberger als Meister der Oberliga Niederrhein mit nicht weniger als 83 Punkten souverän erstmals in die West-Staffel. Der Vorsprung vor den Sportfreunden Baumberg auf dem zweiten Platz betrug am Ende der Saison 14 Zähler.

Besonders bemerkenswert: Von den zurückliegenden 50 Begegnungen in der Meisterschaft hat der VfB nur eine Partie verloren. Auch als Spieler schaffte der gebürtige Duisburger nie den Sprung aus der Oberliga. Insgesamt kam er zu 154 Begegnungen für Schwarz-Weiß Essen, 28 Partien für den VfB Speldorf (beide Oberliga Niederrhein) sowie 52 Einsätze für die U 23 des FC Schalke 04 (Oberliga Westfalen).

Nach dem Aufstieg in die Regionalliga West darf der VfB Homberg mit Partien auf großer Bühne planen. Die Partien, bei denen ein höheres Sicherheitsrisiko besteht, werden im Stadion des Zweitligisten MSV Duisburg ausgetragen. Bereits das erste Heimspiel gegen RWE ist davon betroffen. Ein besonderes Erlebnis wird das auch für Trainer Janßen: "Ich hatte im Alter von fünf Jahren beim MSV mit dem Fußballspielen begonnen. Seitdem bin ich Mitglied. Als VfB Homberg sehen wir den Verein als 'großen Bruder' an. Der MSV ist die unumstrittene Nummer eins in der Stadt, wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis. Dass ich im MSV-Stadion bald möglicherweise einmal an der Seitenlinie stehen werde, hätte ich nie gedacht", schwärmt Janßen.

Dass die "Mission Klassenverbleib" aber alles andere als eine leichte Aufgabe wird, darüber ist sich Janßen im Klaren. "Es ist ganz klar, dass wir in dieser Saison nie über die Rolle des Außenseiters hinauskommen werden. Da sind wir alle realistisch genug. Wir wollen mit unseren Stärken wie Leidenschaft und Ehrgeiz auftreten. Ich bin überzeugt, dass die Regionalliga, die für uns ein großer Sprung ist, die Vereins-DNA in keinem Bereich verändern wird", so der 49-Jährige. 

Den Großteil seines Meisterkaders konnte der VfB Homberg zusammenhalten. Punktuell verstärkte sich der Klub, der seinen Ursprung im Jahr 1889 als SpVgg Hochheide hat und im Jahr 1969 mit dem Homberger SV zum VfB Homberg fusionierte, mit Spielern aus der Regionalliga. So kommt es für Rot-Weiss Essen bereits am 2. Spieltag zum Wiedersehen mit Robin Urban. Der 25-jährige Innenverteidiger kam noch in der vergangenen Spielzeit für RWE zum Einsatz, wechselte dann zum Aufsteiger nach Duisburg.

Außerdem sollen die Neuzugänge Koray Kacinoglu (vom Bonner SC), Can Serdar (FSV Duisburg), Ahmad Jafari (SV Straelen) und Fabio Manuel Dias (TV Herkenrath) mit ihrer Regionalliga-Erfahrung dazu beitragen, dass der direkte Wiederabstieg vermieden wird. Als Vorbild sieht Trainer Janßen dabei einen Bundesligisten: "Vielleicht können wir uns den SC Freiburg als Vorbild nehmen. Der Sport-Club wird in der Bundesliga regelmäßig als Absteiger Nummer eins gehandelt, schafft es jedoch seit Jahren, erstklassig zu bleiben."