Nächster Gegner: Ausgeglichener Kampf um das Finalticket

Im letzten Jahr schlug RWE den WSV im Pokalfinale mit 3:0. (Foto: Endberg)

WSV gegen den RWE! Dieses Duell ist Musik in den Ohren aller Fußballfans. Am heutigen Dienstag steigt der große Pokalkracher zwischen Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV. Für beide Traditionsvereine geht es um den Einzug ins Pokalfinale – und unter Umständen bereits um die Teilnahme am DFB-Pokal.

Erwartet werden darf ein spannendes und ausgeglichenes Spiel. Wie RWE gehört auch der WSV nach sechs Siegen aus den letzten zehn Spielen zum oberen Tabellendrittel, steht mit 40 Zählern aus 26 Spielen auf Platz sieben und liegt damit punktgleich einen Platz vor den Bergeborbeckern. Auch der Blick auf die identische Tordifferenz verspricht ein spannendes Aufeinandertreffen. Während der WSV sich mit 43 Treffern sieben Mal häufiger über ein Tor freuen konnten, mussten sie mit 34 Gegentreffern den Ball jedoch auch sieben Mal häufiger aus dem eigenen Tor fischen.

„Wenn man sieht, wie der WSV gerade in der Rückrunde gepunktet hat, dann muss man das schon anerkennen. Die Mannschaft bringt viel Qualität mit, aber die haben wir auch in unseren Reihen“, gibt sich Chef-Trainer Sven Demandt optimistisch, schließlich holten die Rot-Weissen in der Liga aus zwei Spielen vier Punkte gegen die Wuppertaler.

Personell sorgte das Abschlusstraining am gestrigen Montag für einige Sorgenfalten auf der Stirn des WSC-Trainers Stefan Vollmerhausen. Der 44-Jährige, der seit 2015 an der Seitenlinie der Rot-Blauen steht und erst zuletzt im Rahmen der neuen WSV 2020-Kampagne seinen Vertrag verlängert hat, muss im Derby gegen Rot-Weiss Essen zwei Ausfälle hinnehmen. Neben Ercan Aydogmus (Knieprobleme) wird auch David Leikauf (Knöchelverletzung) nicht aktiv ins Geschehen eingreifen können.

Auch beide Fanlager fiebern der Begegnung sehnsüchtig entgegen -  das zeigen vor allem die abgesetzten Ticketzahlen. Im Vorverkauf gingen beim WSV rund 7000 Karten an den Mann. Aber auch die Rot-Weissen können sich im Derby tatkräftiger Unterstützung sicher sein. Nach 3200 verkaufen Tickets im Vorerkauf rechnet der Traditionsverein von der Hafenstraße mit rund 4000 ihrer „Heimspielmacher“.

Nicht zuletzt der Blick auf das DFB-Pokal-Ticket dient als weiterer Ansporn für beide Mannschaften. Mit einem Einzug ins Finale und gleichsamen Halbfinal-Sieg der Duisburger gegen Oberhausen könnte der erste Schritt in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals bereits gemacht sein, sofern die Zebras unter den Top 4 der 3. Liga bleiben.