Nächster Gegner: Aachen besucht die Hafenstraße

Durch den Sieg unter der Woche hat sich Alemannia Aachen wohl endgültig den Klassenerhalt gesichert. Als Erfolg möchte das jedoch niemand verbuchen, waren die Kaiserstädter doch mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gestartet.

Dominik Ernst, der in der Spielzeit 2006/07 für die rot-weisse U17 am Ball war, kehrt am Sonntag an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Der ehemalige Cheftrainer Christian Benbennek musste bereits im vergangenen Dezember seinen Hut nehmen, für ihn kam der Ex-Saarbrücker Fuat Kilic. Auf den 42-jährigen Deutsch-Türken kommen aber seit zwei Wochen zusätzliche Aufgaben zu. Alexander Klitzpera, der sechs Jahre als Profi für die Alemannia aktiv war und seit Februar 2015 das Amt des Sportdirektors ausübte, wurde von seinen Aufgaben entbunden. Verbesserungen wollten jedoch auch nach den Personalwechseln nicht eintreten.

Die bisherige Saison der Kaiserstädter verlief äußerst wechselhaft. Nach einem ordentlichen Start und einer Siegesserie von vier Spielen  schienen die Aachener zu Beginn der Saison ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Seitdem konnte die Alemannia allerdings keine zwei Spiele infolge mehr gewinnen und rutschte infolgedessen immer weiter ab. Aus dem Abstiegskampf haben sich die Aachener mit dem Sieg gegen Gelsenkirchen unter der Woche allerdings wohl endgültig verabschiedet.

Obwohl es auf dem Papier für die Alemannen um nichts mehr geht, wird es dem Traditionsverein am Sonntag jedoch sicher nicht an Motivation mangeln. Schließlich heißt der Gegner Rot-Weiss Essen. Die Mannschaft von Chef-Trainer Sven Demandt möchte die bittere 0:1-Niederlage am Dienstag gegen Erndtebrück schnellstmöglich vergessen und sich den Spielen widmen, in denen die Rot-Weissen noch die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen können. „Es muss uns allen in der momentanen Situation egal sein, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist und wer wann einen Fehler gemacht hat. Jetzt darf es nur um den Verein gehen und darum, die Jungs auf dem Platz bestmöglich zu unterstützen“, so Demandt.