Letztes Heimspiel geht verloren

Partie gegen den SC Wiedenbrück endet 1:2.

Mit 1:2 unterliegt der RWE dem SC Wiedenbrück. (Foto: Endberg)

Man wollte die Hafenstraße mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden, doch es sollte anders kommen. Mit 1:2 unterlagen die Essener gegen den SC Wiedenbrück, die durch ein Eigentor von Boris Tomiak (48.) und Kamil Bednarski (71.) erfolgreich waren. Timo Brauer (68.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.

Spätestens die Verabschiedung von neun Spielern sowie das Dankeschön an Sportdirektor Jürgen Lucas machten klar, dass es sich um das letzte Heimspiel der Saison handelte. Während es für die Rot-Weissen „nur“ um Regionalligapunkte ging, musste der Gast aus Wiedenbrück unbedingt gewinnen, um noch den Hauch einer Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Doch es waren zunächst die Rot-Weissen, die den Ton angaben. Nach ersten Annäherungen an das Gehäuse von Marcel Hölscher zwang Korczowski den Wiedenbrücker Schlussmann in der 18. Minute erstmals zu einer Parade. RWE schien das Spiel im Griff zu haben, ohne sich jedoch zunächst weitere Großchancen erarbeiten zu können. Zu allem Überfluss schlug dann auch noch erneut das Verletzungspech zu: Zunächst musste Enzo Wirtz nach einem Schlag auf den Fuß ausgewechselt werden (40.), zur Pause blieb Robin Urban mit Knieproblemen in der Kabine (45.) und schließlich konnte auch Lukas Scepanik die Partie wegen Rückenproblemen nicht beenden (54.). Doch das blieben nicht die einzigen Nackenschläge des Tages, denn Boris Tomiak konnte kurz nach der Halbzeit einer Hereingabe von Schaal nicht mehr ausweichen und leitete diese zur Gästeführung ins eigene Tor (48.).

Timo Brauer traf zwar nach einer Stunde noch sehenswert per Fernschuss zum Ausgleich (68.), doch diesen wusste Ex-RWE-Spieler Kamil Bednarski nur drei Minuten später erneut zu egalisieren. Es folgte eine Schlussphase, in der die Essener nicht zwingend genug agierten, um doch noch Punkte aus dem letzten Heimspiel der Saison zu entführen. Und so gab es beim Schlusspfiff von Schiedsrichter Domnick nur Verlierer, denn neben der rot-weissen Niederlage müssen die Wiedenbrücker aufgrund des Sieges des Bonner SC im Parallelspiel den bitteren Gang in die Fünftklassigkeit antreten.