Lernort Seumannstraße

„Bessermacher“ und Hausaufgabenhilfe arbeiten digital.

Qualifizierte Lern-Hilfe aus dem Home-Office: Bessermacher-Projektleiter Niklas Cox koordiniert die Förderung der Jugendlichen derzeit vom heimischen Arbeitsplatz aus. (Foto: Cox/EC)

Seit anderthalb Wochen ist der Lernort Seumannstraße der Essener Chancen geschlossen, doch die Lernförderung des Projekts „Die Bessermacher“ mit Gymnasium Essen Nord-Ost und Evonik Stiftung sowie der Hausaufgabenbetreuung läuft weiter: im virtuellen Klassenzimmer.

„Die erste Woche haben wir genutzt, um uns zu überlegen, wie wir die Bessermacher und die Kids der Hausaufgabenbetreuung trotz der neuen Situation bestmöglich unterstützen und fördern können“, berichtet Niklas Cox, Projektkoordinator am Lernort Seumannstraße.
Die Jugendlichen und das Team erfuhren während der Betreuungszeit vom Beschluss der Landesregierung. Bis auch die vorübergehende Schließung des Lernorts aus Gründen der Solidarität und Verantwortung feststand, war für die Schülerinnen und Schüler ohne Ausnahme klar: „Wir machen weiter!“ Und auch jetzt findet die Lernförderung statt – nur eben digital.

Schnelle Reaktion auf Corona-Krise
Ihren jeweiligen Bedarf melden die Jugendlichen genau wie bisher mittels einer Chat-App an. Bevor‘s ans Büffeln geht, wird nachgehorcht, ob andere Schüler die gleichen Themen haben. Danach entscheiden Niklas Cox und Andreas Liechtenstein, wie die Lernförderung aussieht: bei einzelnen Jugendlichen sind ein Telefonat oder ein Skype-Call der beste Weg, eine große Gruppe Schüler kommt im Virtual Conference Room zusammen. Erledigte Aufgaben können gut per E-Mail kontrolliert und kommentiert werden.
Ergänzt wird diese individuelle Betreuung durch Vokabel- und allgemeine Lern-Apps sowie von den Pädagogen vorab geprüfte Videos. Aber: „Gerade bei den Bessermachern merken wir, dass die persönliche Betreuung und der direkte Kontakt enorm wichtig sind“, erzählt Niklas Cox.

„Der Lernort ist medial bestens ausgestattet und die digitale Erziehung ein wichtiger Aspekt unserer Projekte an der Seumannstraße“, erklärt Tani Capitain, Leiter der Essener Chancen, „Niklas und Andreas haben schnell und vorbildlich auf die Krise reagiert, so dass unsere Jugendlichen weiter die nötige Hilfe bekommen.“