Keine Punkte zum Auftakt

RWE unterliegt in Rödinghausen mit 1:2.

In Rödinghausen verpassten die Rot-Weissen die ersten Auswärtspunkte der Saison knapp. (Foto: Endberg)

Ohne Punkte kehren die Rot-Weissen aus Rödinghausen zurück. Angetrieben von knapp 1.000 Essenern unterlag man unglücklich mit 1:2. Der Treffer von Timo Becker (54.) reichte nicht, um den Doppelpack von Simon Engelmann (24. und 56.) zu egalisieren. „Die ersten 30 Minuten waren wir nicht wirklich im Spiel, das wurde danach dann deutlich besser. Natürlich sind wir vom Ergebnis enttäuscht, werden jetzt aber nicht den Kopf hängen lassen, sondern unseren Fokus auf das Spiel gegen den Wuppertaler SV richten“, so Chef-Trainer Karsten Neitzel.

Ein dicker Brocken erwartete die Rot-Weissen am heutigen Samstag zum Auftakt der Regionalligasaison. Beim letztjährigen Tabellenfünften SV Rödinghausen vertraute Chef-Trainer Karsten Neitzel der gleichen Startelf, mit der sieben Tage zuvor Werder Bremen an der Hafenstraße mit 1:0 bezwungen wurde.

Doch die Saison 2018/2019 sollte für die Rot-Weissen gleich mit einem Schock beginnen. Kevin Freiberger, vor der Saison aus Lotte nach Essen zurückgekehrt, ging nach einem Zweikampf verletzt zu Boden und musste Minuten später verletzungsbedingt das Feld verlassen. Das rechte Knie beschränkte sein Pflichtspielcomeback im RWE-Dress auf fünf Minuten, eine genaue Diagnose steht noch aus.

Seine Mannschaftskameraden schafften es unterdessen in der Anfangsphase nicht, ihr Tempo auf den Platz zu bringen. Rödinghausen dominierte zu Beginn und ließ die Essener nicht zur Entfaltung kommen. Nach 24 Minuten traf der Hausherr dann auch zur Führung. Ein durchgesteckter Ball auf Engelmann brachte diesen in perfekte Abschlussposition, die der Stürmer zur Führung nutzte (24.).

Doch nach dem Tor änderte sich das Spielgeschehen. Die Rot-Weissen wurden von Minute zu Minute stärker und brachten das Spielgeschehen ab der 35. Minute unter Kontrolle. Timo Becker hätte seine Elf noch vor dem Seitenwechsel fast mit dem Ausgleich belohnt, setzte seinen Kopfball aus kurzer Distanz jedoch knapp über die Querlatte (42.).

Nach der Pause blieb RWE die bessere Mannschaft. Die Rot-Weissen wirkten nun deutlich zielstrebiger und selbstbewusster in ihren Aktionen. Die Gastgeber verteidigten die Führung teilweise mit zehn Spielern um den eigenen Strafraum und machten die Räume dadurch eng für die RWE-Offensive. Diese benötigte dann schließlich eine Standardsituation, um zum Ausgleich zu kommen. Nach einem Freistoß kam erneut Timo Becker im gegnerischen Sechzehner zum Kopfball und brachte diesen im Tor unter (55.). Doch die Freude darüber währte nur kurz. Unmittelbar nach Wiederanstoß stand Engelmann nach einem langen Ball ganz allein. Der gleichnamige Schiedsrichter sah im Gegensatz zur rot-weissen Abwehr keine Abseitsposition des Angreifers, der sich diese Chance nicht entgehen ließ (56.).

Doch die Essener ließen sich durch das Gegentor nicht unterkriegen. Durch Bichler und Pröger wuselte sich der RWE-Angriff immer wieder durch die Rödinghauser Abwehrreihe, war jedoch im letzten Ball häufig zu unpräzise. In der Nachspielzeit hätten sich die Rot-Weissen dann aber um ein Haar doch noch belohnt. Eine Hereingabe von Kai Pröger landete zunächst beim völlig freistehenden Platzek und von dort aus am zweiten Pfosten beim ebenso blanken Enzo Wirtz. Aus kurzer Distanz traf der 22-Jährige allerdings nur den Pfosten (90. + 2).