Interwetten-Cup: Huddersfield Town zu Gast an der Hafenstraße

Am 21. Juli 2018 bekommt Rot-Weiss Essen hochkarätigen Besuch an die Hafenstraße. Neben dem Bundesligisten Werder Bremen und Real Betis Sevilla aus der spanischen La Liga kommt mit Huddersfield Town auch ein Vertreter aus der höchsten englischen Spielklasse in die rot-weisse Heimspielstätte.

Am 21. Juli sind Europas Topligen zu Gast an der Hafenstraße.

Nicht wenige Deutsche haben sich über die Jahre einen Namen in der Historie englischer Fußballvereine gemacht. Zugegeben ist der vermutlich frischeste Name unter ihnen zur Hälfte US-Amerikaner, besitzt aber eben auch die Deutsche Nationalität und lautet David Wagner. Seit November 2015 betreut der gebürtige Frankfurter Huddersfield Town A.F.C. und führte den Klub bereits in seiner zweiten Saison zurück in die höchste Spielklasse des Landes.

Bevor der 46-jährige damit begann die Geschichtsbücher des Vereins aus dem englischen West Yorkshire zu füllen, betreute Wagner über vier Jahre lang die Zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Neben dem Ruhrgebiet lernte Wagner in dieser Zeit auch den damaligen Chef-Trainer von Dortmunds Erster Mannschaft kennen: Jürgen Klopp. Gemeinsam standen die beiden als Trauzeuge und Bräutigam nicht bloß vor dem Altar, sondern seit Klopps Wechsel zum FC Liverpool auch als Fußballlehrer auf der Hauptbühne des englischen Fußballs. Doch auch wenn Wagner mit Huddersfield in beiden Aufeinandertreffen mit 0:3 gegen Klopps Liverpool den Kürzeren zog, reichte Huddersfield mit insgesamt neun Saisonsiegen entgegen vieler Erwartungen die Klasse. Mit zuvor 45 Jahren war die erstklassige Abstinenz der „Terriers“ vermutlich auch einfach zu lang.

Noch länger her als der herbeigesehnte Aufstieg und die Rückkehr in die Premier League, liegen die drei aufeinanderfolgenden Meisterschaften. Die größten sportlichen Erfolge sicherte sich der Verein allesamt in den 20er Jahren. Dem Pokalsieg von 1922 folgte ein Jahr ohne Titel, bevor Huddersfield von 1924 bis 1926 drei englische Meisterschaftstitel hintereinander gewann. Ein Kunststück, welches bisher lediglich noch dem FC Arsenal, Liverpool und Manchester United gelang.

Um in der kommenden Spielzeit gewappnet in Premier-League-Duelle mit Mannschaften wie diesen gehen zu können, griff Huddersfield in diesem Sommer bereits tief in die Tasche. Mit rund 20 Millionen Euro Ablöse sicherten sich die „Terriers“ die Dienste von Terence Kongolo. Der bisher aus Monaco ausgeliehene Innenverteidiger löst damit Stürmer Steve Mounié als teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte ab. Neben weiterer personeller Verstärkung für das Spiel auf dem Feld in Person von Ramadan Sobhi und Juninho Bacuna, bereitet sich Huddersfield auch abseits des Platzes auf die neue Saison vor. So stößt mit Olaf Rebbe als neuem Sportdirektor ein weiterer Deutscher zum Kreis um Wagner hinzu. Zumindest letzterem dürften Essen und das Ruhrgebiet nicht allzu fremd sein, wenn Wagners Huddersfield am 21. Juli zum Vorbereitungsturnier an die Hafenstraße kommt.