Hausaufgaben erledigt!

RWE - SV Bergisch Gladbach 4:0. Dreifacher Engelmann erzielte seinen 26. Saisontreffer.

Kann man so machen: Simon Engelmann ließ einen Elfer liegen und traf trotzdem dreifach. (Foto: Endberg)

Das Heimspieldoppel begann Samstag an der Hafenstraße mit einem verdienten Dreier der Hausherren gegen Bergisch Gladbach. Die Tore erzielte in Halbzeit eins Simon Engelmann (28., 32.), der nach dem Wechsel auf 3:0 erhöhte (64.). Cedric Harenbrock erledigte mit einem feinen Lupfer(70.) den 4:0-Endstand. Essens Cheftrainer Christian Neidhart war einverstanden: „Wir haben unsere Aufgabe erfüllt. Das war ein souveräner Sieg von uns mit schönen Toren.“

Der Coach änderte sein Team auf drei Positionen: Für Hildebrandt, Kefkir und Lewerenz rotierten Kapitän Kehl-Gómez, Young und Maximilian Pronichev in die Startelf. Letzterer begann zentral hinter den Spitzen, Harenbrock orientierte sich etwas eingerückt auf die linke Seite.
Rot-Weiss Essen startete druckvoll: Simon Engelmann schoss sich nach fünf Zeigerumdrehungen mit der ersten Gelegenheit für spätere Taten warm. Dann versuchte es der ideenreiche Maximilian Pronichev, doch sein Abschluss  wurde gerade noch zur Ecke geblockt (10.). Statistikfreunde notierten nach 21 Minuten eine Gelegenheit für die Gäste, die Daniel Heber und Davari gemeinsam klären konnten.
Nun sollte nur noch RWE am Drücker bleiben. Dennis Grote flankte einen überlegten Ball auf den Schädel von Engelmann, der zum 1:0 für seine Farben einnickte (28.)! Hütten zu erzielen war schon immer sein liebstes Hobby, deshalb legte der Goalgetter auch vier Minütchen später noch einmal zum 2:0 nach. Die sehenswerte Vorarbeit kam von Isiah Young, der auf der linken Seite gefühlt die halbe Hintermannschaft umkurvte, bevor er seinen Cheftorschützen bediente (32.).

Dreimal Engel, ein Pfosten-Elfer
Es dauerte bis zur 54. Spielminute bis die Partie nach dem Pausentee wieder Tempo aufnahm: Condé auf Harenbrock, der servierte für Engelmann auf, der allerdings im Abseits vorbeirutschte. Auch im nächsten Versuch konnten Young und Engelmann SV-Schlussmann Peter Stümer nicht überwinden.

Nach 62 Zeigerumdrehungen pfiff Schiedsrichter zurecht Foulelfmeter für die Roten, nachdem Pronichev kurz vor der Torlinie abgeräumt wurde. Komisch, aber wahr: Simon Engelmann verwertete den Strafstoß nicht, sondern traf nur den linken Innenpfosten. Egal, dann halt aus dem Spiel heraus: Eine starke Stafette über Grote und Harenbrock vollendete der Vollblutstürmer in der Mitte zum 3:0 (64.). RWE blieb auf dem Gas. Cedric Harenbrock überlupfte den gegnerischen Schnapper elegant zum 4:0 und setzte sein siebtes Saisontor zum 4:0-Endstand (70.). „Sensationell gemacht. Harenbrock hat etwas eingerückt auf der linken Seite gespielt, auch damit Oguzhan Kefkir seine Pause bekommen konnte. Wir müssen die Belastung gut steuern, schon am Mittwoch geht es gegen Lippstadt weiter."

Das Nachholmatch unter der Woche (19:30) gegen den SV bietet nun die Möglichkeit, drei Punkte auf Tabellenführer Borussia Dortmund aufzuholen.