"Hatte was von Handball"

Stimmen zum 2:0-Sieg bei der U23 von Borussia Mönchengladbach.

Drin ist das Ding: Plechaty und Young besorgten die späten Treffer gegen die defensive U23 von Borussia Mönchengladbach. (Foto: Endberg)

Christian Neidhart, Chef-Trainer von Rot-Weiss Essen:
"Kein Fußballer spielt gerne so defensiv wie Gladbach in der ersten Halbzeit. Das hat schon etwas von Handball gehabt. Diese Spielweise hat uns ein bisschen überrascht, aber wir haben unser Ding durchgezogen. Ich wäre allerdings froh gewesen, wenn wir eher getroffen und uns belohnt hätten. Ich muss der Mannschaft aber ein Riesenkomplement machen, wie souverän und geduldig sie das am Ende gespielt hat."
Zu Daniel Davaris Glanztat kurz vor Schluss: "Das hatten wir jetzt schon öfter. Ein Schuss aufs Tor, den hält er überragend. In der anschließenden Kontersituation machen wir das 2:0."

Daniel Davari, Torwart von Rot-Weiss Essen:
"Es war sehr schwierig, weil die Gegner tief standen. Ich habe das noch nie gesehen, dass eine U23 so defensiv agiert. Am Ende haben wir 2:0 gewonnen, das zählt. Wir haben schon acht Mal ohne Gegentor gespielt und verteidigen sehr gut. Jeder Einzelne bringt sich da ein."
Zu seiner Parade beim Freistoß: "Man sieht den Ball sehr spät, da musst du lange stehen bleiben – und dann reagieren."

Sandro Plechaty, Torschütze und Vorbereiter von Rot-Weiss Essen:
"Wir haben uns in der ersten Halbzeit schon viele gute Chancen herausgespielt und waren über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Die Kunst ist, immer weiter dranzubleiben, immer wieder Situationen über außen zu suchen, irgendwann kommt der Ball. Man darf nicht hadern, wenn der erste oder zweite Versuch nicht reingeht. Dann hat sich die Situation ergeben, eine kleine Lücke war da und ich dachte: Hau drauf! War ein schönes Tor."
Zur Ausrichtung des Gegners: "Die Gladbacher hatten 14 Spieler in Quarantäne und haben vielleicht deshalb gegen eine spielstarke Mannschaft überlegt, sich hinten reinzustellen. Es kann gut sein, dass Homberg am Samstag auch so defensiv arbeiten wird, da müssen wir dann genauso weitermachen."