“Gehen selbstbewusst in das Spiel”

Für Kapitän Marco Kehl-Gomez ist das Duell mit dem KFC Uerdingen ein besonderes.

Marco Kehl-Gomez freut sich auf das Aufeinandertreffen mit dem KFC Uerdingen. (Foto: Endberg)

Wenn am Freitag im Stadion Essen das Flutlich angeht und der Schiedsrichter das Pokalspiel zwischen RWE und dem KFC Uerdingen anpfeift, dürften bei Kapitän Marco Kehl-Gomez Erinnerungen an seinen ersten Besuch der Hafenstraße wach werden. Der Neuzugang machte sich in der vergangenen Saison beim Pokalhalbfinale gegen die Krefelder ein erstes Bild von Rot-Weiss Essen, das ihn offensichtlich überzeugte. Doch die Begegnung bietet noch eine Besonderheit für den gebürtigen Züricher: Im Dress des KFC Uerdingen steht ihm am Freitag sein Schwager gegenüber.

Hallo Marco! Die Saison läuft bisher mehr als ordentlich. Wie wichtig ist das daraus resultierende Selbstvertrauen jetzt insbesondere im Hinblick auf das Pokalspiel gegen den KFC Uerdingen?
Das ist sehr wichtig! Wir können mit der Einstellung in dieses Spiel hineingehen, dass wir nichts zu verlieren haben. Und ich denke, wir können Uerdingen das Leben richtig schwer machen, wenn wir selbstbewusst und mit dieser Selbstverständlichkeit unseres Spiels in diese Partie gehen. Wir müssen an unsere bisherigen Leistungen anknüpfen.

Mit Uerdingen schließt sich ja für dich auch so ein bisschen der Kreis…
Genau, in der letzten Saison hab ich mir die Partie zwischen dem KFC und RWE im Stadion angesehen. Mein erster Besuch im Stadion Essen. Das war für mich sehr wichtig, um die Stadt zu sehen und die gute Stimmung aufzusaugen, die bestimmt auch am Freitag wieder hervorragend sein wird.

Für dich wird es auch in anderer Hinsicht eine besondere Begegnung. Du triffst auf dem Platz auf deinen Schwager?
Ja, die Schwester meiner Frau ist mit Roberto Rodriguez zusammen, wir sehen uns beinah täglich. Familie bleibt natürlich Familie, für das Spiel am Freitag wird das aber keine Auswirkungen haben und in den 90 Minuten möchte ich natürlich, dass mein Team gewinnt. Dafür werde ich alles tun.

Habt ihr schon ab und zu über das anstehende Spiel gesprochen?
Man unterhält sich natürlich. Als wir von der Auslosung gehört haben, dachten wir uns, dass es schon zu früh zum Aufeinandertreffen kommt. Aber so weiß man direkt schon, wo man steht und ich sehe es positiv, dass wir direkt gegen so ein Kaliber spielen. Ich sehe das nochmal als zusätzliche Motivation.

Den ein oder anderen Spruch gab es aber bisher noch nicht?
(lacht) Nein absolut nicht, jeder macht sein Ding und schaut auf sich. Da es in dem Spiel auch um sehr viel geht für beide Mannschaften wäre es nicht sinnvoll, das ins Lächerliche zu ziehen. Aber bestimmt wird es nach dem Spiel ein paar Sprüche geben.