Ein gebrauchter Tag

RWE kassiert die erste Pflichtspielniederlage der Saison.

EIne bittere Niederlage mussten die Rot-Weissen gegen den SC Verl einstecken. (Foto: Endberg)

Gegen den SC Verl mussten die Rot-Weissen die erste Pflichtspielniederlage der Saison hinnehmen. An der Hafenstraße unterlagen die Essener mit 1:4. Den frühen Rückstand durch Yildirim (5.) konnte Kefkir noch per Elfmeter ausgleichen (22.). Die weiteren Treffer der Partie erzielten Hecker (32.) und erneut Yildirim (73. und 82.). „Für uns war das heute ein gebrauchter Tag. Zu drei der vier Gegentreffer haben wir den Gegner mehr oder weniger eingeladen“, so Chef-Trainer Christian Titz nach der Begegnung.   

Ein echtes Topspiel erwartete die 10.653 Zuschauer im Stadion Essen. Der SC Verl hatte sich mit sieben Siegen in Serie in der Spitzengruppe der Liga festgesetzt und betrat mit entsprechendem Selbstvertrauen den grünen Rasen an der Hafenstraße. Dort trafen die Gäste auf die gleiche rot-weisse Elf, die in der Vorwoche den Bonner SC an selber Stelle mit 4:1 in die Schranken gewiesen hatte.

Doch die Rot-Weissen fanden zunächst nicht gut in die Partie. Ungenauigkeiten im eigenen Passspiel brachten die Essener immer wieder um gute Umschaltmomente und auch der in den vergangenen Wochen so sichere Spielaufbau lief nicht so rund wie gewohnt. Der SC Verl versuchte dies durch aggressives Pressing zu nutzen und hatte damit Erfolg. Nach einem Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft setzte Yildirim den ersten Torschuss zum 1:0 in die Maschen (5.). RWE arbeitete sich ins Spiel und baute stetig mehr Druck auf. Der Ausgleich durch Kefkir war die logische Folge. Grote war im Strafraum klar gefoult worden, die 11-Meter-Pole-Position ließ sich „Ötzi“ nicht entgehen (22.). Nachdem sich nun das Gefühl breit machte, als würden die Essener vollends die Kontrolle übernehmen, erwiesen sich die Verler erneut als kaltschnäuzig. Einen Ballverlust im Spielaufbau nutzen die Gäste durch Hecker zur erneuten Führung (32.), die gleichzeitig das Halbzeitergebnis darstellte.

Mit viel Wut im Bauch kamen die Rot-Weissen zum zweiten Durchgang aus der Kabine und erspielten sich nun wieder die klare Spieldominanz. Kehl-Gomez (47.) hatte unmittelbar nach Wiederanpfiff bereits den Ausgleich auf dem Fuß, wenig später musste Brüseke einen Schuss von Kefkir zur Ecke abwehren (49.). Doch erneut erwiesen sich die Verler in dieser Phase als Spielverderber und nutzten einen weiteren Ballverlust im Spielaufbau zum 3:1 (73.). Zwar warfen die Essener bis zum Schlusspfiff noch alles nach vorne, mussten jedoch die Schlussphase nach einer Verletzung und ausgeschöpftem Spielerwechseln in Unterzahl absolvieren und sogar noch das 1:4 hinnehmen.