Doppelter Hahn als Büchsenöffner

ETB - RWE 0:2. Neidhart-Team dreht nach der Pause auf.

Guter Auftritt in Halbzeit zwei: Dennis Grote (Foto: Endberg)

Vor 300 Gästen am Uhlenkrug endete das zweite Testspiel von Rot-Weiss Essen mit einem Sieg im lokalen Testspielklassiker. Beim 2:0 konnte RWE vor allem nach dem Wechsel gefallen. Christian Neidhart: „Man hat schon gesehen, dass wir schwere Beine hatten. Nach der Pause und einigen Umstellungen war es dann besser.“

RWE startet mit Jakob Golz im Kasten, Jonas Hildebrandt auf der rechten Seite, die Innverteidigung bilden Heber und Hahn, links darf Kevin Grund beginnen. Das Zentrum ist mit Kehl-Gomez und Condé besetzt, davor agieren Dahmani, Futkeu, Engelmann und Ayodele Adetula. In der ersten halben Stunde passiert nicht viel vor beiden Toren, dann ist Noel Futkeu halbrechts durch, doch anstatt aus sieben Metern den Abschluss zu suchen, legt er für seinen schlechter postierten Kapitän auf. In der 42. Minute steckt der gut aufgelegte Hamdi Dahmani auf Hildebrandt durch, im Nachschuss scheitert erneut Kehl-Gomez – dieses Mal am Aluminium.

Steigerung nach dem Wechsel
Zur zweiten Halbzeit kommen mit Jan Neuwirt, Dennis Grote, Cedric Harenbrock und Marcel Platzek vier Neue für die Gäste von der Hafenstraße. Und Rot-Weiss dreht auf. In der 49. klingelt es im ETB-Tor: Nach einem Foul an Futkeu verwandelt Alexander Hahn den fälligen Freistoß aus 17 Metern unhaltbar im Winkel. Kurz darauf verfehlt Platzek knapp nach schönem Zuspiel von Grote.
RWE bleibt am Drücker, hat gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und erarbeitet sich viele Torraum-Situationen. Nach 62 Zeigerumdrehungen prüft Harenbrock die Latte, sechs Minuten später wiederholen Noel Futkeu und Alexander Hahn ihre bereits erfolgreiche Co-Produktion. Dieses Mal wird der agile Angreifer im Strafraum gelegt – Hahn verwandelt den Elfmeter souverän im linken oberen Eck.
Christian Neidhart fasst zusammen: „Das sah schon besser aus. Aber die Ergebnisse der Testspiele haben für mich nicht die große Bedeutung. Wir werden den Vorbereitungsplan nicht darauf abstimmen. Deshalb sieht man dann halt auch, dass der eine oder andere ein bisschen kaputt ist.“

Unterm Strich geht der 2:0-Erfolg absolut in Ordnung. Der nächste Test steigt am Samstag beim TSV Steinbach.