Die zwei Gesichter des Wuppertaler SV

Traditionsduell mit starkem Rückrunden-Team am 8. Mai im Stadion am Zoo.

RWE war im Hinspiel kaum zu stoppen: Joey Müller und die Wuppertaler kassierten an der Hafenstraße sechs Hütten. (Fotos: Endberg)

Rang 18 in der Hinrundentabelle, ein Spitzenplatz in der aktuellen Rückrundenbilanz: Der Wuppertaler SV zeigte im Verlauf dieser Regionalliga-Saison zwei verschiedene Gesichter. Im Stadion am Zoo steigt am Samstag, 8. Mai, 14 Uhr, das Traditionsduell zwischen dem WSV und RWE. Seit dem Jahr 1955 gab es dieses Aufeinandertreffen nicht weniger als 60-mal in verschiedenen Ligen und Wettbewerben.

An das 60. Duell, das Hinspiel dieser Saison im Rahmen des 17. Spieltages an der Hafenstraße, haben die Bergischen alles andere als gute Erinnerungen. Das 1:6 aus Sicht des WSV bedeutete die höchste Niederlage in dieser Saison. Es war eine von insgesamt elf Niederlagen in der Hinrunde (bei je vier Siegen und Unentschieden). Mit 16 Punkten schlossen die Wuppertaler ihre erste Saisonhälfte auf einem Abstiegsrang ab.

Auf das schwache Abschneiden reagierten die Wuppertaler mit zahlreichen Personalwechseln. Mit Björn Mehnert war bereits Anfang Dezember ein neuer Cheftrainer gekommen. Der 44-Jährige hatte Alexander Voigt beerbt. Die Winterpause nutzte Wuppertal dann gleich zu einem größeren Kaderumbruch. Der Sportliche Leiter Stephan Küsters und Mehnert gaben der Mannschaft ein anderes Gesicht - mit Erfolg, wie vor allem sieben Siege in den ersten acht Heimspielen des neuen Jahres eindrucksvoll belegen.

Nahezu sämtliche Wintereinkäufe stellten sich als Gewinn heraus. Sebastian Patzler (zuvor FC Viktoria Köln) etablierte sich als Stammtorhüter. Der mittlerweile verletzte Innenverteidiger Christopher Schorch (1. FC Saarbrücken), die Außenverteidiger Lars Bender (Fortuna Köln) und Moritz Römling (VfL Bochum) sowie der uruguayische Stürmer Mateo Aramburu (TOP Oss/2. Liga Niederlande) gaben der Wuppertaler Mannschaft Stabilität. Auch Burak Gencal (Bonner SC), Rückkehrer Kevin Hagemann (Fortuna Düsseldorf U23) haben ebenfalls schon ihren Beitrag zum guten Abschneiden in der Rückrunde geleistet. Lars Holtkamp (ebenfalls VfL Bochum/Innenband) war dagegen lange verletzt, kam erst vor wenigen Tagen zu seinem ersten Einsatz. Pech hatte kürzlich auch Christopher Schorch, der in dieser Saison wegen einer Knie-Operation keine weiteren Einsätze absolvieren wird.

Auch ohne den bundesliga-erfahrenen Schorch kann der WSV den letzten Saisonabschnitt ohne großen Druck in Angriff nehmen. Bei dem aktuellen Vorsprung nach unten dürfte es lediglich darum gehen, noch den einen oder anderen Tabellenplatz gutzumachen. Außerdem gilt es, bereits die neue Spielzeit vorzubereiten, in der der WSV sicher gleich von Beginn an eine gute Rolle spielen möchte.

In den Duellen zwischen dem WSV und RWE spielte Rot-Weiss überwiegend die bessere Rolle. Von den 60 Begegnungen seit 1995 entschied Essen 25 für sich. In 15 Spielen behielten die Wuppertaler die Oberhand, 18 Partien endeten Remis.