Das Warten geht weiter

Telefonkonferenz von Vereins- und Verbandsvertretern bleibt ohne Entscheidungen.

Der Ball ruht vorerst weiterhin an der Hafenstraße.

Viel Ungewissheit herrscht nach wie vor bei den Vereinen der Regionalliga West. Auch die gestrige Telefonkonferenz von Verbands- und Vereinsvertretern konnte nur wenig Licht ins Dunkel bringen. Bis zu einer finalen Entscheidung wird es voraussichtlich noch bis Anfang Juni dauern.
 
Als wahrscheinlichstes Szenario wurde weiterhin ein Saisonabbruch diskutiert, weiterhin jedoch ohne Klarheit über die Aufstiegs- beziehungsweise Relegationsberechtigung bekommen zu haben. Auch die Anzahl der spielberechtigten Mannschaften der kommenden Spielzeit 2020/2021 ist aufgrund der ungeklärten Situation in der 3. Liga noch immer ungewiss. Fest steht bislang lediglich, dass es keinen Absteiger geben soll, wenn es zu einem vorzeitigen Saisonabbruch kommt. Zudem wird es nach Lage der Dinge vier Oberliga-Aufsteiger in die Regionalliga West geben. Das bedeutet, dass die Regionalliga West in der kommenden Saison mindestens 21 Vereine umfassen wird. Sollte es keinen Drittliga-Aufsteiger geben, werden es 22, sollte gar ein Drittligist absteigen, gar 23 Vereine.
Mit dem 5. September wurde zumindest ein möglicher Starttermin vorgestellt. Bis Anfang Juni müssen sich die Vereine jedoch voraussichtlich noch in Geduld üben. Die finale Entscheidung wird auf einem außerordentlichen Verbandstag getroffen werden, der erst zu diesem späten Zeitpunkt stattfinden kann.
 
„Die gestrige Telefonkonferenz verlief für uns dahingehend unbefriedigend, als das wir bis auf weiteres keine Gewissheit über den weiteren Saisonverlauf haben“, so Marcus Uhlig, der anfügt: „Sollte tatsächlich zu diesem Zeitpunkt der Saison abgebrochen werden, bleibt ein mehr als fader Beigeschmack zurück. Wir treten in einem Wettbewerb an, in dem Entscheidungen sportlich herbeigeführt werden. Eine Aufstiegsentscheidung am grünen Tisch kann nur das allerletzte Mittel sein und ich habe längst nicht den Eindruck, dass alle Szenarien in Betracht gezogen werden, die eine Entscheidung im Sinne des Sports ermöglichen. Hierzu werden wir uns in der kommenden Woche detaillierter äußern.“
 
Unklarheit herrscht auch in einem weiteren Wettbewerb: Im Niederrheinpokal ist Rot-Weiss Essen ebenfalls aussichtsreich vertreten und könnte sich durch den Pokalsieg auch für den DFB-Pokal qualifizieren. Über den weiteren Verlauf des Pokalwettbewerbs sprechen die beteiligten Vereine in der kommenden Woche mit dem Fußballverband Niederrhein in einer Videokonferenz.