Breilmanns Wiese: Wolters-Elf verpasst Überraschung

U19 liefert Deutschem Meister BVB beim 1:3 großen Kampf

Trotz großem Kampf unterlag die U19 Borussia Dortmund mit 3:1. Foto: Nicole Skuppin

Schade, RWE! Die U19 lieferte dem aktuellen Deutschen Meister Borussia Dortmund am 9. Spieltag in der Staffel West der A-Junioren-Bundesliga einen großen Kampf, stand unter dem Strich beim 1:3 (1:0) aber dennoch mit leeren Händen da.

 

Dabei war die Mannschaft von RWE-Trainer Carsten Wolters, einst Spieler bei der Borussia, dank eines Treffers von Jason Ceka (20.) in Führung gegangen. Kurz nach der Halbzeit sah Essens Verteidiger Felix Rudolf (47.) die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels. Erst in Überzahl drehte Dortmund das Spiel. Jacob Bruun Larsen (65.) und Dzenis Brunic (82./87., Foulelfmeter) sorgten für die Tore. Kurz vor Schluss scheiterte Larsen (90.+2) noch mit einem Foulelfmeter an Stefan Jaschin.

 

„Die Gelb-Rote Karte war der Knackpunkt“, gab Wolters zu Protokoll. „Bis dahin hatten wir nicht allzu viel zugelassen. Je länger das Spiel dann dauerte, umso mehr schwanden die Kräfte bei uns und desto weniger konnten wir für Entlastung sorgen. So etwas nutzt eine individuell stark besetzte Mannschaft wie Dortmund selbstverständlich aus.“

 

Doppelter Torschütze für den BVB war mit Dzenis Brunic ein Spieler, der wenige Tage zuvor noch auf der ganz großen Bühne zum Einsatz gekommen war. In der Champions League-Partie bei Sporting Lissabon (2:1) gab der Dortmunder U19-Kapitän seinen Pflichtspieleinstand für die BVB-Profis. Gegen RWE markierte er unter anderem die erstmalige Führung.

 

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat sich gut präsentiert und zumindest einen Zähler hätte sie sich auch verdient gehabt“, so Wolters, der mit seinem Team nun einen Abstiegsplatz belegt.

 

Das wollen die Essener schon am kommenden Sonntag (ab 13 Uhr) gegen den direkten Konkurrenten und Aufsteiger Arminia Bielefeld ändern. „Ein ganz wichtiges Spiel“, stellt Wolters klar. „Gerade gegen die direkten Konkurrenten gilt es, etwas einzufahren. Zumal nach Bielefeld bis zum Jahresende fast ausschließlich Gegner aus der oberen Hälfte auf uns warten.“