Breilmanns Wiese: „Joker“ Ismet Batmaz leitet im Derby Wende ein

U17 dreht gegen den Wuppertaler SV einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg

Die rot-weisse U17 gewann das Derby gegen den Wuppertaler SV und baute so ihre Tabellenführung aus.

Viel besser hätte die Rückrunde für die U17 von Rot-Weiss Essen nicht beginnen können. Das Team von Trainer Antonios „Toni“ Kotziampassis verteidigte in der Niederrheinliga mit dem 3:2 (0:2)-Heimsieg im Derby gegen den Wuppertaler SV nicht nur die Tabellenführung, sondern baute den Vorsprung gegenüber den schärfsten Konkurrenten im Aufstiegsrennen auch noch aus. Außerdem gelang die Revanche für das 0:1 zum Saisonauftakt.

Mit nun 31 Punkten aus 14 Partien rangiert RWE vor der nicht aufstiegsberechtigten U16 von Borussia Mönchengladbach (30 Punkte/ein Spiel weniger) und Rot-Weiß Oberhausen (26) auf Rang eins. RWO verlor durch eine 1:3-Heimniederlage gegen die U16 des MSV Duisburg wertvollen Boden. Die Essener machten dagegen einen großen Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg in die West-Staffel der B-Junioren-Bundesliga.

Die Begegnung am Sachsenring hatte für Gastgeber RWE nicht gut begonnen. Trotz optischer Feldüberlegenheit konnten sich die Rot-Weissen vor dem Wuppertaler Tor kaum einmal in Szene setzen. „Wir haben ganz ordentlich gespielt, aber am 16-Meter-Raum war für uns meistens Schluss“, sah „Toni“ Kotziampassis noch deutlich Luft nach oben. Durch zwei individuelle Fehler geriet RWE dann sogar in Rückstand. „Wir haben uns zweimal auskontern lassen, lagen zur Halbzeit völlig verdient 0:2 zurück“, so der RWE-Trainer.

Die Halbzeitansprache des 44-jährigen Griechen zeigte offenbar Wirkung. Der RWE-Nachwuchs trug die Angriffe mit mehr Mut vor, wollte das Tor jetzt unbedingt erzwingen. Der eingewechselte Ismet Batmaz sorgte mit seinem Treffer (67.) für den Anschluss. Nur zwei Minuten später schraubte sich Berkan Aksoy (69.) nach einer Ecke am höchsten und köpfte zum verdienten Ausgleich ein. Den schönsten Treffer des Spiels erzielte schließlich Dennis Ried (75.), der den Ball nach einer Flanke von rechts mit dem Kopf von der Strafraumkante ins lange Eck beförderte und damit für die Entscheidung sorgte.

„Die Mentalität hat gestimmt. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie sich in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel gearbeitet hat“, lobt Kotziampassis die Willensleistung. „Mit den Einwechslungen von Ahmed Yavuz, Ismet Batmaz und Antonios Sverkos konnte ich noch einmal zusätzliche Qualität in die Partie bringen. Wir haben die Partie daher auch von der Bank gewonnen, waren im zweiten Durchgang wesentlich frischer und lauffreudiger“, freut sich der RWE-Trainer.