Breilmanns Wiese: „Hatten Chancen für zwei Spiele“

U19 verpasst beim Absteiger FC Viktoria Köln Sprung auf Nichtabstiegsplatz

Die rot-weisse U19 kam bei FC Viktoria Köln nicht über ein 2:2 hinaus.

Im Rennen um den Klassenverbleib in der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga hat die U19 von Rot-Weiss Essen vor dem Saisonfinale am Samstag, 6. Mai, den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz verpasst. Die Mannschaft von Trainer Antonios „Toni“ Kotziampassis kam im letzten Auswärtsspiel der Saison bei Viktoria Köln trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 2:2 (1:1)-Unentschieden hinaus.
 
Simon Skuppin (4.) und Oguzhan Can (90.+2) sorgten mit ihren Treffern für ein „Herzschlagfinale“ im Abstiegskampf. Durch das Remis stehen die Kölner neben dem Wuppertaler SV (1:2 bei Arminia Bielefeld) bereits als sicherer Absteiger fest. RWE hat mit einem Punkt Rückstand zum „rettenden Ufer“ dagegen noch alle Chancen, ist allerdings weiterhin auf fremde Hilfe angewiesen.
 
Am letzten Spieltag wird sich unsere U19 (23 Punkte) ein Fernduell mit dem SC Preußen Münster (24 Zähler) und mit Rot-Weiß Oberhausen (26) liefern. Eines dieser drei Teams muss absteigen. Den Oberhausenern, die überraschend 1:0 beim Deutschen Meister Borussia Dortmund gewonnen hatten, würde dabei bereits ein Unentschieden gegen Arminia Bielefeld reichen, um den Klassenverbleib perfekt zu machen.
 
Preußen Münster muss nach der 2:3-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf dagegen noch stärker zittern. Zum Saisonabschluss müssen die „Adlerträger“ beim Tabellenvierten VfL Bochum antreten, bei dem Ex-RWE-Trainer Jan Siewert an der Seitenlinie steht. Mit einem Sieg gegen Münster könnte Siewert, dessen Mannschaft noch Chancen auf das Erreichen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft besitzt, für seinen ehemaligen Klub Schützenhilfe leisten. Dann würde Rot-Weiss Essen am letzten Spieltag gegen den 1. FC Köln bereits ein Unentschieden reichen, um auch in der nächsten Saison wieder in der höchsten deutschen Jugendklasse an den Start gehen zu dürfen. Münster weist schließlich ebenso wie RWO im Vergleich zu den Essenern die schlechtere Tordifferenz auf.
 
„Um noch eine Chance zu haben, müssen wir aber gegen den 1. FC Köln mehr tun“, war RWE-Trainer Kotziampassis mit dem Auftreten seiner Mannschaft gegen die Viktoria nicht zufrieden. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, zu wenig Laufbereitschaft gezeigt und kamen immer einen Schritt zu spät. Wenn wir die Chance auf einen Konter hatten, leisteten wir uns unnötige Ballverluste“, so der 43-jährige Grieche, der sich die Mannschaft in der Kabine zur Brust genommen hatte. „So darf man im Abstiegskampf nicht auftreten.“
 
Nach dem 1:2-Rückstand, dem ein katastrophaler Abwehrfehler vorausging (55.) zeigten die Rot-Weissen dann aber ihr wahres Gesicht. „Danach haben die Jungs so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe“, sagt „Toni“ Kotziampassis. In der Folge erspielte sich der RWE-Nachwuchs Chancen im Minutentakt. Zwischen der 60. und 80. Minute hätte RWE mindestens drei Tore erzielen müssen. „Wir hatten Chancen für zwei Spiele“, so der Trainer.
 
Vier Mal liefen die RWE-Spieler allein auf Kölns Torhüter Ron Meyer zu, legten dann aber jeweils quer und verpassten, schossen den Torhüter an oder zielten vorbei. „Die letzte Überzeugung hat beim Torabschluss gefehlt. Selbst nach unserem Ausgleich hatten wir noch zwei Hochkaräter liegengelassen Einmal kratzen die Kölner den Ball von der Linie, das andere Mal verziehen wir aus sechs Metern“, ärgerte sich Kotziampassis.