Bereit für die Rückrunde

1. FC Köln U21 - RWE 1:4. Essen in Generalprobe souverän gegen mutige Geißböcke.

Ehrgeizige Geißböcke: Besonders in der ersten Hälfte hatte es RWE mit einem starken Testspielgegner zu tun. (Foto: Endberg)

Das Fußballjahr 2021 hat begonnen! In einem 120-minütigen Testspiel besiegte Rot-Weiss Essen am Sonntagmittag die U21 des 1. FC Kölns mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:0). Dabei traf die Hafenstraßen-Elf im Geißbockheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf einen besonders in der ersten Spielhälfte mutigen Gegner, dem die Essener jedoch etwas entgegenzubringen wusste. Die Tore für RWE erzielten Alexander Hahn, Joshua Endres, Noel Futkeu und Marcel Platzek. "Wir sind am Anfang nicht so gut reingekommen, dann wurde es ausgeglichener und wir sind in Führung gegangen. In den zweiten 60 Minuten waren wir dann deutlich überlegen", resümiert RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart.

Rot-Weiss und Geißböcke kennen sich bestens: Erst im Dezember trafen die Ligakonkurrenten an der Hafenstraße aufeinander, der 1.FC Köln erwies sich damals als hartnäckiger Gegner, aktuell belegt die Mannschaft von Mark Zimmermann den siebten Tabellenplatz in der Regionalliga West. Für einen Hingucker im Hinspiel sorgte Mittelfeldmann Dennis Grote: Sein „No Look“-Treffer nach Grund-Freistoß zum 3:1-Endstand ist in der ARD Sportschau aktuell als Vorschlag zum „Tor des Monats“ nominiert. 

Nur einen Monat später also das nächste Aufeinandertreffen. Und trotz Testspiel schenkt sich hier keiner etwas. Besonders defensiv fordern die Geißböcke RWE: Der mit 1,97 Metern großgewachsene Profi Tolu Arokodare scheitert in den ersten beiden Vierteln gleich drei Mal am gut aufgelegten Daniel Davari (4./23./31.), Voloder befördert das Leder nur über das Gebälk (11.) und Engelmann klärt nach Ecke auf der Linie (32.). Dass RWE trotzdem in Führung geht, liegt vor allem an Alexander Hahn, der kurz vor Ende des ersten Viertels einen Moment der Unachtsamkeit in der Geißbock-Abwehr nutzt und Köln-Keeper Krahl nach Grund-Freistoß und Strafraum-Ping-Pong aus Nahdistanz überwindet (30.). Die größte Chance zum Ausbau der Führung hat dann Harenbrock: Plechaty mit dem Adlerauge, sieht den freistehenden Blondschopf, der mit einem überragenden Flugkopfball – Innenpfosten (47.)! 

Zweite Spielhälfte gehört Rot-Weiss
Zur zweiten Halbzeit – oder dem dritten Viertel – tauscht Neidhart dann die Mannschaft bis auf drei zuvor erfolgte Wechsel komplett durch. Die anschließende Spielphase gehört klar den schwarz gekleideten Essenern. Zwar scheitert Dorow erst in kurzer Zeit gleich doppelt am eingewechselten Geißbock-Keeper Roloff (71./73.), wie auch Joshua Endres nach achtzig Minuten am Pfosten, zwischendrin trifft letzterer jedoch zum Zwei-Tore-Vorsprung aus Nahdistanz (78.). 

Zu Beginn des letzten Viertels bringt es die ebenfalls gewechselte FC-Elf dann noch einmal zu einer Drangphase, die Berg zwar nach 105 Minuten zum Anschlusstreffer nutzt, auf die RWE aber auch die passende Antwort hat. Erst zeigt Futkeu all seine Geschwindigkeit und vollendet (108.)., dann drückt ihn Platzek im Fallen zum 4:1-Endstand über die Linie (110.). "Das war ein guter Test gegen eine richtig gute Mannschaft", so Neidhart nach der Partie.

RWE zeigt sich also bereit für die Saisonrückrunde! Zum Auftakt in die zweite Hälfte der Spielzeit 2020/2021 ruft am kommenden Samstag, den 16. Januar um 14.00 Uhr das Gastspiel beim SC Wiedenbrück.