„An mein erstes Training kann ich mich noch gut erinnern“

Rückkehrer Daniel Heber im Interview.

Daniel Heber trägt nun wieder das RWE-Trikot. (Foto: Endberg)

Wenn Daniel Heber mit der 1. Mannschaft am morgigen Samstag auf dem Gelände des rot-weissen Nachwuchsleistungszentrums trainiert, wird er sich wohl von allen Spielern mit am besten zurechtfinden. Von der U15 bis zur U19 schnürte der mittlerweile 23-Jährige die Fußballschuhe für RWE und besuchte die rot-weisse Ausbildungsstätte beinah täglich. Zur Saison 2018/2019 ist Heber nun wieder zu seinem Jugendverein zurückgekehrt. Die neue Nummer 14 im Interview über seine Vergangenheit und Zukunft bei RWE.

Hallo Daniel! Ein paar Trainingstage inklusive Leistungstests hast du jetzt hinter dir. Wie sind deine ersten Eindrücke?

DH: Super. Es macht mir Spaß, das Training läuft gut und ich wurde gut aufgenommen. Ich kenne ja auch noch ein paar Gesichter. Mit Tolga Cokkosan habe ich beim VfL Bochum und mit David Jansen in Oberhausen zusammengespielt. Jürgen Lucas kenne ich ja auch noch von früher aus der U19. Damals sind wir Meister geworden in der Niederrheinliga.

Hat es für deinen Wechsel eine Rolle gespielt, dass du einige Personen hier im Verein schon kanntest?

DH: Jürgen Lucas wollte mich unbedingt haben. Aus meiner Zeit in der Jugend weiß ich, dass Jürgen Lucas immer alles für den Erfolg tut und das Beste für den Verein will. Und das hat schon dazu beigetragen, dass ich gekommen bin. Auch der Trainer, von dem ich weiß, dass er auch schon eine U23 trainiert hat, also junge Spieler besser machen kann und auch schon höher trainiert hat. Und natürlich war für mich auch ein wichtiger Punkt, dass ich hier schon gespielt habe und den Verein kenne.

Aber beim VfL Bochum hast du nicht unter Karsten Neitzel gespielt, oder?

DH: Wir haben uns knapp verpasst, damals war ich noch in der U19. Peter Neururer hat mich dann zur 1. Mannschaft dazu geholt und ich durfte dort die Sommervorbereitung mitmachen.

Gehen wir noch mal ganz weit zurück. Du hast es gerade schon gesagt, du hast schon für RWE gespielt. Wie kam es damals dazu?

DH: Geboren und aufgewachsen bin ich in Neuss und dann habe ich in Neuss-Weissenberg mit dem Fußball angefangen. Bis zur U14 habe ich dort gespielt und war auch in der Niederrheinauswahl. Dort hat mich dann ein Vater von einem RWE-Spieler angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, für RWE zu spielen. Ich soll‘ doch mal zum Training kommen. Udo Platzer ist auch extra nach Neuss gekommen und wollte dann unbedingt, dass ich komme. Und dann bin ich zu Rot-Weiss in die U15 in die Regionalliga West gewechselt, damals die höchste Liga in der Altersklasse. Trainiert haben wir damals an der Seumannstraße, mein erstes Spiel habe ich für RWE aber an der Bäuminghausstraße gemacht, da haben wir 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen.

…also an dem Ort, an dem du nach deiner Rückkehr am Montag deine erste Trainingseinheit für RWE gemacht hast, hast du als Juniorenspieler auch dein erstes Spiel für RWE gemacht?

DH: Ja, genau. Witzige Geschichte.

Und dann bist du immer aus Neuss zum Training an die Seumannstraße gefahren?

DH: In der U16 bin ich noch von einem Mitspieler mitgenommen worden. Ab der U17 war ich dann immer mit dem Zug unterwegs. Pro Strecke waren das dann so anderthalb Stunden. Aber ab und zu konnte ich auch mal bei jemandem mitfahren.

Wie war damals für euch Jugendspieler der Kontakt zur 1. Mannschaft?

DH: Ich habe damals zwei Einheiten mit der 1. Mannschaft gemacht. Damals noch unter Waldemar Wrobel. Aber ich habe mich dann damals für den VfL Bochum entschieden. Aber an das Training kann ich mich noch gut erinnern. Besonders an Kevin Grund (lacht), der ist mir irgendwie besonders im Kopf geblieben.